Herzlich willkommen zurück!

Das iPad-Projekt der KAS hat nun sozusagen bald die 5. Klasse erreicht, denn es ist seit dem Schuljahr 2011 ununterbrochen im Einsatz und wird in diesem Schuljahr fünf😉

 

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Wie immer nach den Ferien, werden die Tablets zunächst wieder alle an den Strom gehängt, und die Doodlelisten für die Ausleihe fertig gemacht. Noch vor den Ferien habe ich alle iPads von Bildern und Texten und sonstigem Content des zur Neige gehenden Schuljahres befreit: Es ist also alles startklar für weitere Produktionen der KAS-Lernenden.

 

Was kommt? – Termine!

Wichtige Termine hatte ich bereits auf meinem letzten Post vor den Ferien angekündigt:

  • am 24.10. findet an der KAS ein „LernLab“ statt. An diesem Tag wird es um Lernen und  Lehren mit digitalen Medien und Devices gehen und dabei dreht sich alles um die Unterrichtspraxis
  • einen Tag später, am 25.10. findet in Köln das 2. Barcamp zu freien Bildungsmaterialien statt, das #OERkoeln14

Zwei Termine, die man sich als Lehrender unbedingt freihalten sollte. Beide Veranstaltungen finden in der iwcgn5 – der Internetwoche Köln Nr. 5 statt, während der es auch noch einige andere Veranstaltung im Zusammenhang mit dem Netz zu sehen gibt.

 

Digitale Agenda?

Politisch möchte ich auf diesem Blog nicht werden. Dennoch: Freie Bildungsmaterialien sind für mich ein zentrales Thema in Bezug auf meine persönliche Arbeitsorganisation aber auch in Bezug der schulischen Arbeit und Contentproduktion mit meinen Lernenden. Gerade in diesem Zusammenhang bin ich etwas – gelinde gesagt – enttäuscht von der „Digitalen Agenda der Bundesregierung“ die heute vorgestellt wurde. Die Agenda spricht zwar Bildung, Wissenschaft und Forschung eine herausgehobene Rolle zu, die im Vorfeld der Veröffentlichung der Agenda im politischen Kontext stets genannten OER (Open Educational Resources = Freie Bildungsmaterialien) werden in der Agenda allerdings nicht mehr erwähnt. Eine erste Stellungnahme zur Agenda durch das Bündnis freie Bildung findet sich hier.

Davon abgesehen lässt die Agenda auch an vielen anderen Stellen, wie z.B. dem Breitbandausbau, der Störerhaftung und dem Umgang mit dem Lizenrecht viele Fragen offen, ist sie doch eher ein Katalog von Zielen, denn ein Maßnahmenkatalog.

 

Was geht?

Nun zurück zum iPad-Projekt und dem „Kerngeschäft“ der Lehrenden – dem Unterricht. In den vergangenen Jahren sind stets neue Apps die sich für den Unterricht eignen dazu gekommen. Natürlich sind Webrecherche aber auch die Arbeit auf Blogs und Wikis immer zentraler Bestandteil der unterrichtlichen Arbeit. „Best of Apps“ wie Pages, mittels der die Lernenden einfach und schnell Texte und Handouts, oder mit Keynote z.B. Präsentationen erstellen können gehen immer. Nicht zu vergessen iMovie – eine App, die sich sehr gut zur Produktion von Videos auf dem iPad eignet und die die Kollegen immer häufiger in verschiedensten Unterrichtsszenarien mit ihren Lernenden nutzen. Dazu kommen aber spezielle Anwendungen und Möglichkeiten fast täglich dazu.

Schwierig sich da gerade eben nicht in einer Toolschlacht zu verlieren und immer im Blick zu halten, dass es um das Lernen und nicht um das Device oder die App geht. Klar macht es Spaß, neue Sachen auszuprobieren, die Lernenden haben sogar großen Spaß damit, man könnte sagen „es liegt ihnen im Blut“. Wenn es einem gelingt, diese spielerische Motivationsphase geschickt zu nutzen, um Lerninhalte zu transportieren, wird das Lernen tatsächlich zum Spiel. Gerade in anspruchsvollen Lerngruppen, die stets viel Steuerung benötigten ist der Effekt am deutlichsten. Mein Favorit, die App Minecraft mittels derer ganze Kurse hochkonzentriert über 90 Minuten im Team am Ball blieben und konstruierten und sich gegenseitig halfen, kann ich jedem ans Herz legen. Digital Storytelling ist damit ebenso gut möglich, als z.B. Gruppenprozesse abzubilden und danach zu diskutieren. Anregungen und Einblicke erhält man auf der Minecraft.EDU Seite.

 

Keep it simple

Doch kompliziert muss es eben gerade nicht sein. Wiki, Blog, Minecraft, Twitter? In meiner ersten Stunde in diesem Schuljahr habe ich das altbewährte Etherpad eingesetzt. Es galt, als Warming-Up einen gemeinsamen Text mit Ferienerlebnissen und Tipps, Links und Kommentaren  zu entwickeln. Das Etherpad ist im Handumdrehen eingerichtet und der Link dazu wird einfach an die Tafel geschrieben. Ich nutze dazu meist die Etherpad-Plattform von Wikimedia, da sie auf den iPads sehr gut funktioniert. Die Lernenden hatten großen Spaß und erstellten sich auch recht bald eigene Pads in kleineren Teams, die sie dann zu einem gemeinsamen Text zusammen fassten.

Eine andere App, die ich schon seit Beginn des Projektes immer gerne nutze und auch gerade wieder entdeckt habe ist Adobe Ideas. Hiermit lassen sich einfache Bilder auf dem iPad Zeichen. Wir nutzten es heute in Klasse 7, um Entwürfe für das Klassenlogo unserer Wikiseite zu erstellen. Hier ein Beispiel:

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Ein anderer Schüler nutzte dafür die App 123Creature, mit der – wie es der Name schon erahnen lässt, die Gestaltung von 3D Figuren möglich ist, die man dann auf einem 3D Drucker ausdrucken kann. In unserem Fall hat er jedoch einfach einen Screenshot seines Werkes erstellt und dann mit Pages einen Text in das Bild eingefügt.

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Welches der vielen Logos es dann werden wird, muss die Lerngruppe in der nächsten Stunde entscheiden. Zu sehen sind die Logos dann auf der neuen Wikiseite der Klasse, die auch als „digitale Tafel“ für das kommende Schuljahr dienen wird.

Doch nun, an die Arbeit!
Ich wünsche allen ein spannendes, erfolgreiches und schönes Schuljahr 2014-15!

A. Spang

 

 

 

Über André J. Spang (@Tastenspieler)

Lehrender, Musiker, Komponist, Pianist, Blogger...

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