Vine?!

Vine“ hört sich nun nicht unbedingt nach einer App an, der man einen Nutzen im Schul- oder Unterrichtszusammenhang zusprechen würde.

Screenshot: Vine Website

Screenshot: Vine Website

Um was handelt es sich dabei überhaupt? Vine ist eine Video-App mit der man Kurzvideos von 7 Sekunden Länge erstellen und auf der Plattform Vine und/oder auf Twitter posten kann. Die Videos setzen sich meist aus ganz kurzen Einzelsequenzen zusammen und laufen in einer Endlosschleife ab. Auf Vine gibt es viele, sehr künstlerische, aber auch sehr komische Videos zu sehen. Einige Vines sind schon zu sogenannten „Memes“ geworden, haben also eine gewisse Popularität erlangt. Nun produzieren wir schon seit längerer Zeit im Unterricht kurze „Lehrvideos“ zu verschiedenen Themen. Die Lernenden nutzen dabei iMovie und visualisieren den Lernstoff  bzw. das jeweilige Projektthema in Form von kurzen (Lehr-)Videos (Stichwort: Lernen durch Lehren/Flipped Classroom). Dabei werden per digital Storytelling sog. Stop-Motion Videos erstellt oder aber auch einfach nur z.B. eine Aufgabe am Flipchart erklärt und dabei aufgezeichnet.

Klavier Tutorial 1

Click aufs Bild und sehe: Vine – Klavier Tutorial 1

Neulich wollte ich in Musik eine kurze Sequenz zum Themenbereich Instrumentenkunde als Videos von den Schülern produzieren lassen. Die Stufe 12 sollte Lehrvideos für die Klasse 5 erstellen, mit denen ich gemäß Lehrplan diesen Themenbereich behandle. Eine Schülerin der 12 schlug vor, die Videos mit Instagram aufzunehmen, da diese Plattform unter den Schülern sich großer Beliebtheit erfreut. Ich fand die Idee sehr gut, allerdings ist die App jedoch nicht auf den iPads der KAS installiert und man benötigt dazu einen entsprechenden Account. Vine hatte ich jedoch bereits im Rahmen der Erstellung von Twitteraccounts für die iPads der KAS installiert. Diese App lässt sich problemlos mit den bereits bestehenden Twitteraccounts nutzen. Die Schüler fanden die Idee gut und setzen in einer ersten Session gleich mehrere Vines um, die wir auf der Wikiseite des Kurses gesammelt haben.

Die wirkliche Schwierigkeit, aber auch der Spaß bestehen darin, die Informationen – hier z.B. über das jeweilige Instrument – in den zur Verfügung stehenden 7 Sekunden unterzubringen, sozusagen eine didaktische App-Reduktion😉

Googleplus Hangout

Googleplus als Soziales Netzwerk ermöglicht es, seinen Nutzern mit der Funktion „Hangout“ eine Videokonferenz mit bis zu zehn Nutzern über das Internet zu veranstalten. In dieser Konferenz können Kamerabild, Ton, Textchat, Präsentationen und YouTube-Videos gleichzeitig übertragen werden. Die Funktion „Hangout On Air“ ermöglicht es sogar, die Sendung weltweit live über einen Link zu teilen und auch ohne, dass man Nutzer des Sozialen Netzwerkes ist, anzusehen. Solche Hangout On Air werden nach Beendigung der Videokonferenz automatisch als YouTube-Video gesichert und in einen eigenen YouTube-Kanal abgelegt. Dort stehen sie nach dem Hangout dauerhaft zur Verfügung und können auch weiter verarbeitet werden.

Wenn man so will, kann man mit diesem Tool eine Art „Internetfernsehen“ kostenlos selbst produzieren. Alles was man benötigt, ist ein kostenloses Googleaccount, einen Computer mit Internetzugang und integrierter Videokamera und Mikrofon bzw. ein entsprechendes Tablet oder Smartphone mit der Googleplus-App.

Im Grundkurs 11 haben wir uns überlegt eine Reihe solcher „Livesendungen“ wöchentlich kollaborativ mit dem Kurs vorzubereiten und immer um 9.30 Uhr Donnerstags für 2-3 Minuten zu einem entsprechenden Thema „auf Sendung“ zu gehen. Die ersten Videos sind schon auf unserer Wikiseite gesammelt. Unser „Bildungs-TV“ läuft unter dem Projektnamen „Köln – Musik -Menschen – OnAir“ und wird konzeptionell und technisch noch optimiert. Die gesamten Sendungen und Drehbücher, Moderation und auch das Trailer-Musik-Jingle sind vom Grundkurs selbst produziert und jeweils live aus dem Klassenraum gesendet.

KAS Musik TV OnAir

KAS Musik TV OnAir

Über André J. Spang (@Tastenspieler)

Lehrender, Musiker, Komponist, Pianist, Blogger...

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