Vom 14.-16. September findet an der Uni-Bremen ein OER (Open-Educational-Ressources) Camp als Barcamp statt.

Organisatoren sind das Internet & Gesellschaft Co:llaboratory, die Universität Bremen und der EduCamp e.V.

cc-0 @ralfa

Aus der Ankündigung auf der Plattform mixxt: „Unter dem Begriff Open Educational Resources (OER)entsteht derzeit weltweit eine Bewegung, die viele der genannten Probleme lösen möchte. Unter OER versteht man Lehr-Lern-Materialien, die offen zugänglich sind, von jederman bearbeitet und weitergegeben werden dürfen. Das Internet spielt dabei eine zentrale Rolle.
Das #OERcamp will die Debatte um OER im deutschsprachigen Bereich voran- und verschiedene Akteure im Bildungsbereich zusammenbringen. Der thematische Fokus liegt schwerpunktmäßig auf dem Bereich Schule, ist aber nicht darauf beschränkt. Das#OERcamp richtet sich an Praktiker aus Schule, Hochschule und Bildungsarbeit, an Entscheider in Behörden und Parteien, an Autoren und Verlage, Stiftungen und Journalisten. Das #OERcamp findet größtenteils als BarCamp** statt. Für Einsteiger gibt es einführende Workshops zu Themen wie Urheberrecht, Materialrecherche und -erstellung, freie Lizenzen und Online-Zusammenarbeit.“ cc-by-Jöran Muuß-Merholz

Für unser iPad-Projekt und natürlich auch für Lehrende generell sind Entwicklungen im Bereich der OER von großer Bedeutung, machen sie ein Stück weit unabhängig von den Verlagen, stehen deren Angebot in Qualität und Vielfalt oft nicht nach und bieten darüber hinaus die Möglichkeit bestehende Materialien weiter zu verändern, anzureichern, zu verbessern und wieder bereit zu stellen. Im Netz gibt es schon einen Fundus an hochwertigen Materialien, die frei verfügbar sind, wie zum Beispiel die OER-Rubrik des Lehrers und Bloggers Herr Larbig, der YouTube-Kanal des Mathematikprofessors Christian Spannagel oder rpi-virtuell, die Plattform für den Religionsunterricht und die Fächerrubrik auf der Plattform zum.de. Alle Beispiele hier aufzuführen, würde den Rahmen sprengen, ich freue mich aber über Hinweise im Kommentarfeld.

cc-by-3.0 damian duchamps

Aber viele Kollegen erstellen mit viel Aufwand oft Materialien von großer Güte, die sie aufgrund fehlender Kenntnisse der Rechtslage oder auch aus Angst „es nicht ganz perfekt gemacht zu haben“ leider nicht weiter geben. Gute Hintergrundinformationen und Hilfestellungen zum Bereich „Creative Commons“ im EDU-Bereich bietet die Seite „CC your EDU“ des Kollegen Damian Duchamps – vielleicht führt dies dazu, in Zukunft selbst OER zu erstellen und zu teilen.

Sehr interessant und der aufmerksamen Lektüre wert ist auch das „Whitepaper zum aktuellen Stand der OER für Schulen in Deutschland“. Auch dort gibt es viele Informationen zu den Themen Urheberrecht, Lizenzen und Creative Commons, aber auch zu bereits stattfindenden Entwicklungen im Bereich der offenen Bildungsmaterialien. Hier geht es z.B. auch um Entwicklungen im Bereich „freies Schulbuch“ wo unter anderem auch das Projekt iSchulbuch der KAS und die Philosophie des Zum.de und so auch des KAS-Wikis als OER erwähnt wird.

Das die kommerziellen Anbieter (=Verlage) im Hinblick auf das Angebot an digitalen Unterrichtsmaterialien nicht untätig sind und auch in Ansätzen schon über eine mögliche Kollaboration bzw. Weitergabe von (gekauftem) Material zumindest innerhalb einer geschützten Plattform nachdenken, zeigen folgende Seiten hier (Digitale Schulbücher) und hier (MeinUnterricht.de). Von OER ist dies natürlich „weit“ entfernt.

Die Entwicklungen bleiben spannend – wir hoffen, dass nicht nur diskutiert sondern auch gehandelt wird und wünschen dem OER-Camp und seinen Besuchern ein gutes, produktives Wochenende.

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Über André J. Spang (@Tastenspieler)

Lehrender, Musiker, Komponist, Pianist, Blogger...

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