Na, vielleicht nicht ganz, aber zumindest der Anfang vom Ende.

Die Fakten: Bei dem mit Spannung erwarteten „Apple Education Announcement“ im Guggenheim-Museum in New York hat Apple bahnbrechende Neuheiten im Bereich des Textbuchs präsentiert.

Mit der Weiterentwicklung der kostenlosen App iBooks 2 für iOS und der kostenlosen Bereitstellung der neuen Software iBooks Author für MacOS ist es nun für jeden möglich, im Handumdrehen eigene, multimediale und ansprechende eBooks zu verfassen und über iTunes zu publizieren – gewissermaßen eine „GarageBand“ für Bücher.

Schreiben die Schüler und Lehrer also in Zukunft die Schulbücher wirklich selbst? Die Möglichkeit die nun jeder Lehrer hat, eigene Bücher z.B. gemäß eines internen oder externen Curriculums zu kreieren und auch sofort „in House“ oder auch an jeden zu publizieren sind, die entsprechende Hardware vorausgesetzt, immens und verändern die Beziehung zwischen Schule(n) und Lehrer(n) komplett. Man darf gespannt sein und auch hoffen, dass Hersteller anderer Plattformen dieser Idee nachziehen werden.

Auch das ohnehin schon an freien Kurs- und Vorlesungsmaterialien führende iTunes U richtet sich nun explizit an Schulen – es ist bereits in 123 Ländern verfügbar und nun auch in Deutschland. Die zugehörige App iTunes gibt volle Funktionalität auch auf mobilen Devices wie dem iPad und bietet die Möglichkeit, alle, von Pädagogen erstellten Bildungsinhalte frei in den Bildungseinrichtungen zu verteilen und verfügbar zu machen.

Spannend!

Auch lesenswert:

FAZ: „Apple erfindet Schulbuch neu“

Spiegel Online: „Kampf ums Klassenzimmer“

EduShift: „Das Schulbuch und Apple – ein erstes Fazit“

taz.de: „Der Apfel der Verführung“

WeltOnline: „Apple will sich den Markt der Schulbücher erobern“

Über André J. Spang (@Tastenspieler)

Lehrender, Musiker, Komponist, Pianist, Blogger...

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  1. scheppler sagt:

    Ganz so einfach wird das mit iTunes U nicht. Auf einem Apple-Briefing in München habe ich erfahren, dass iTunes U zwar die Möglichkeiten des internen Raums für Institutionen bietet, dieser aber noch recht rudimentär ist. Das eigentliche Manko aber: Apple wird nicht jeder Schule einen eigenen Bereich in iTunes U geben. Man kann als einzelne Schule somit nicht aktiv werden. Man spielt mit dem Gedanken, auf übergeordneter Ebene anzusetzen.

    • A.J. Spang sagt:

      Danke für den Hinweis. Aber immerhin geht da jetzt wenigstens was und auf übergeordneter Ebene ist ja eigentlich sogar noch besser, dann kommen die einzelnen Institutionen näher zusammen und backen nicht ihre eigenen Brötchen. Wir werden ausprobieren, sehen und beurteilen….

  2. Das ist alles sehr Euphorisch. Apple`s iBook Author Lizenz für Autoren ist wohl etwas Nachteilhaft für die Autoren: „Exactly: Imagine if Microsoft said you had to pay them 30% of your speaking fees if you used a PowerPoint deck in a speech.“ Apple’s mind-bogglingly greedy and evil license agreement http://www.zdnet.com/blog/bott/apples-mind-bogglingly-greedy-and-evil-license-agreement/4360

    Ich liebe Mobile und eLearning in Schule und Hochschule, aber die wirtschaftlichen Interessen des Konzerns sind nicht zu unterschätzen. Der Zugang zu iTunesU ist sehr Beschränkt möglich, ich muss iTunes installieren und über diesen Shopportal an die Videos zu kommen oder jetzt Bücher. Portale wie http://videolectures.net/ sollten da eher gefördert oder genutzt werden.
    Bei iBook oder iTunes/U kann Apple auch jeder zeit entscheiden, welche Inhalte nicht dahin gehören. Diese Macht ist vielleicht heute nicht aktuell, aber ich finde man sollte sich da nicht zu sehr in Abhängigkeit zu einem Konzern begeben. Von mir aus mehren Konzernen, das verringert die Marketingpolitik und Zugangsmonopol des einzelnen.
    Hier sollten wir noch mehr aufpassen, als bei dem Versuch von McDonalds jetzt öfters an Schulen zu eröffnen.

    P.S. die Materialien auf iTunesU sind nicht frei, wie gesagt man muss iTunes installieren. Das bezahlen die Nutzer indirekt. Damit erhöht Apple seine Reichweite und hat auch noch paar andere Vorteile. Da finde ich YoutubeEdu http://www.youtube.com/education wesentlich angenehmer. Leider zu selten erwähnt, da es weniger Fanboys hat und das Marketing nicht so angelaufen ist bis jetzt in Deutschland.
    Es gibt alternativen!

  3. A.J. Spang sagt:

    und als Kommentar zitiere ich einen Kommentar, den ich so nur unterstreichen kann: http://www.kreidefressen.de/2012/01/20/1509/

  4. Dirk Küpper sagt:

    Warum die verschiedenen Lernumgebungen nicht an Zuwachs gewinnen in Deutschland hat auch Gründe. Einer davon ist die Bereitsschaft der Profs, Dozenten, Lehrer usw. sich nicht filmen zu lassen. Wenn das mal gesetzlich erlaubt oder vielleicht auch vorgeschrieben wird…. Ich für meinen Teil fordere Schüler oder Teilnehmer auf, sich von meinen Sessions Videos oder Audios zum eigenen Gebrauch Aufnahmen zu machen,

  5. […] denn schon zu Anfang des Jahres ereignete sich anscheinend Großes – jedenfalls anderswo. Im Januar stellte Apple seine kostenlose Software “iBooks Author” vor, mit der es ein Leichtes ist – den entsprechenden Content vorausgesetzt –  ein […]

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