© Eurobas

Neulich las ich einen Blogartikel des Kollegen Felix Schaumburg mit dem Titel „Der Lehrer als Wlan Hotspot„. Felix schildert, wie er im Unterricht die Schüler dazu ermuntert ihre persönlichen „W-Lan-Devices“, also W-lan- bzw. internetfähgen Laptops, Handys, iPods, etc. einzusetzen, um z.B. direkten Zugriff auf Informationen im Netz zu erhalten und so arbeiten zu können, wie sie es von zu Hause aus auch gewohnt sind, wie sie es aber in Ermangelung von entsprechenden schulischen Equipment nicht tun konnten. Kollege Felix Schaumburg stellte lediglich den W-Lan-Zugang per iPhone als W-Lan-Hub bzw. über ein als Hub funktionierendes iBook für die Schüler zur Verfügung, über den sie dann ins Netz gehen konnten.

Vergangenen Montag befand ich mich nun selbst in dieser „Rolle“ als „Wifi-Hotspot.“ Normalerweise stellen wir diesen Hotspot im Unterricht mit den iPads über einen Airport Extreme (W-lan Station), den wir an das Schulnetz, powered by Netcologne anschließen, zur Verfügung. Während des Unterrichts in Klasse 9 verweigerte jedoch das Schulnetz den „Weg nach draußen“ und so auch die Verbindung zum Internet. Der Arbeitsauftrag sich Kursinhalte und Themen für das Fach Religion, sowie Arbeitsergebnisse der Vorjahreskurse auf dem Schulwiki anzusehen, um eine darauf folgende Diskussion über die Themenfolge des Kurshalbjahres vorzubereiten, war folglich vereitelt. Gut, dass ich  – ähnlich wie Felix Schaumburg es getan hatte – kurzfristig per Smartphone einen Hotspot für 10 iPads zur Verfügung stellen konnte und so die Arbeit gleich weiter ging. Eine Gesamtübersicht wurde darüber hinaus per Beamer an der Wand sichtbar gemacht. Die Informatikräume waren in diesem Falle auch keine Notlösung, denn die dort fest installierten Rechner waren ebenfalls vom Internet getrennt.

Solche Situationen machen deutlich, dass man sich auf keinen Fall gänzlich auf die Technik verlassen sollte – doch als Lehrer hat man ja mindestens eine „Backup-Lösung“ immer bereit und diese hängt an der Wand und ist grün!😉

Auch in der oben genannten Religionsstunde wurde diese „Backuplösung“ (=Tafel) dann zur Visualisierung und zum Festhalten von Diskussionsergebnissen eifrig genutzt, denn  der Zugang per Smartphone konnte auf Dauer nicht wirklich überzeugen.

Netcologne hatte nach einem kurzen Telefonat auch gleich Abhilfe zugesagt. Ein Techniker, der rasch vorbei kam, startete das DSL-Modem und den Server durch und nahm einige Korrekturen an der Firewall vor und schon lief das Netz wieder in gewohnter Performance. Danke für den Service!

Über André J. Spang (@Tastenspieler)

Lehrender, Musiker, Komponist, Pianist, Blogger...

»

  1. Lisa Rosa sagt:

    heute hatten wir im referndarsmodul auch probleme mit dem wlan. es reichte einfach nicht für 18 leute. zum glück hatte ein referendar ein smartphone und hat für drei ein hotspot gemacht. und wupps waren plötzlich noch fünf andere aus dem institut drauf, die gar nicht in unseren kurs gehörten. der bedarf ist wohl sehr groß, aber unser land ist ja so arm und hat nur wenig vom BIP für die bildung übrig. da muss man dann sein eigenes internet mitbringen wie nachm krieg die schüler ein brikett zum heizen der schule. rückbildungsrepublik.

  2. A.J. Spang sagt:

    oha, da sind wir ja normalerweise in einer sehr komfortablen Situation, auch wenn es natürlich mit 30 ausgeschalteten iPads beim stremmen von Videos irgendwann vorbei ist. Aber eine Glasfaserleitung liegt ja schon in greifbarer Nähe = vor der Tür: Wir freuen uns drauf! Dennoch: Die Geräte musste der Förderverein kaufen. wirhelfenunsselbstrepublik

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s