Wir sind live – und wir bleiben es!

Wir sind live – erster Unterrichtseinsatz iPad“ – das war der Titel des Posts, den ich genau vor 5 Jahren am 1.2.2011 hier auf dem Blog veröffentlicht habe.

So lange gibt es das iPad-Projekt nun schon und ich habe seitdem durchgehend hier über meine Erfahrungen beim Einsatz des Tablet, von Apps und Web im Unterricht, aber auch über andere Themen aus dem Bereich der „digitalen Bildung“ berichtet. Mit dem heutigen Tag möchte ich dies nun an dieser Stelle einstellen.

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Quelle: cc0 pixabay.com

Ich publiziere mittlerweile zu vielen Facetten und Szenarien des Lehrens und Lernens mit digitalen Medien an vielen anderen Stellen, auf Blogs, Wikis und Social Media Plattformen. Zum einen fehlt mir dann die Zeit, diesen Blog auch noch mit angemessener Regelmäßigkeit und Qualität zu befeuern, zum anderen sind dies dann auch oft persönliche Eindrücke, Erfahrungen, Meinungen, die nicht (unmittelbar) mit dem iPad-Projekt hier zu tun haben.

In den vergangenen 5 Jahren sind hier aber gewiss viele Beiträge zusammen gekommen, die auch in Zukunft noch interessant sein werden. Über die Suche des Blogs kann man diese finden, ggf. ist man ja sogar über die Google-Suche hierher gekommen. Oder man scrollt einfach durch die Timeline oder Kategorien des Blogs. Bestimmt ist etwas dabei.

Wer meine aktuellen Beiträge nicht verpassen möchte, dem habe ich hier eine kleine Auswahl zusammen gestellt:

  • Homepage: Dies ist immer eine gute, vollständige Anlaufstelle. Dort gibt es z.B. auch einen Blog oder man sieht wo ich unterwegs bin.
  • Twitter: Unter @Tastenspieler gibt es immer das Aktuellste, sehr zeitnah, in knappen Worten
  • Explore.Create.Share-Wiki: Mein Wiki und meine private, öffentliche Arbeitsplattform. Hier kannst Du sehr gerne auch mitarbeiten.
  • Facebook: Dort bin ich eher privat unterwegs und nur „Freunde“ dürfen mitlesen
  • Google+: Auch dieses Netzwerk nutze ich, um Bildungsthemen anzusprechen
  • ExcitingEDU.de: Eine neue Plattform, die sich vor allem mit Bildungstechnologie auseinander setzt
  • EdchatDE: Der Twitterchat, den ich zusammen mit einem Frankfurter Kollegen Ende 2013 ins Leben gerufen habe – hier werden jeden Dienstag von vielen Lehrern Bildungsthemen diskutiert
  • und wem das nicht reicht, der findet auch Post auf Xing, LinkedIN.

 

Ganz herzlichen Dank für die Treue, aber nun ist es an der Zeit hier „Tschüss“ zu sagen.

André Spang, , Köln, 2.1.2016

Das war 2015: 5 Jahre #mLearning – Change will happen!

 

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Am kommenden 17. Januar vor fünf Jahren habe ich hier im Blog den ersten Post veröffentlicht. Ich wollte von Beginn an meine Erfahrungen, die ich – und andere Kolleginnen und Kollegen, beim Einsatz mobiler, digitaler Geräte und Medien im Unterricht machen würde, mit anderen teilen und transparent machen. Warum? Um Diskussionen anzuregen, Kommentare, Feedback und Anregungen von außen zu bekommen, aber vor allem auch, um meinem Kollegium und anderen Kollegien zu zeigen, dass es geht, dass man „diese digitalen Geräte“ im Unterricht als Arbeitsmittel produktiv nutzen kann. Das erste Projekt mit Tablets – und damals war das iPad von Apple tatsächlich das einzig verfügbare Tablet – an deutschen Schulen leitete ich zwar nicht, denn meines Wissens gab es bereits zwei oder drei andere Projekte, aber ich war wohl mit der erste Lehrer, der darüber bloggte. Und dadurch kam Bewegung in die ganze Sache. Wie mir heute noch Kollegen, die ich auf externen Veranstaltungen oder im Netz treffe, und die nun ebenfalls Tablet-Projekte oder Klassen leiten, mitteilen, war es Inspiration für sie zu lesen, was man mit den Tablet-PCs im Unterricht konkret tun kann, wo die Schwierigkeiten liegen und wie man ihnen begegnet. Das machte ihnen Mut. Heute kann man viele Blogs und Projekte dieser Art finden. Das ist gut, wobei „viele“ hier relativ ist, gemessen an der Zahl der Schulen, deren Schüler nicht wissen was ein Tablet-Projekt ist, geschweige denn ein Tablet im Unterricht je genutzt haben.

Da ist noch viel zu tun, denn die Digitalisierung der Gesellschaft macht wohl auch vor den Schulen nicht halt – soviel ist sicher. Die Gretchenfrage ist nur, was die Digitalisierung mit den Schulen macht. Das wird spannend werden… #Change will happen!

Was diesen Blog betrifft, wird der „Change“ noch viel früher passieren, denn, wie Sie liebe Leserin, lieber Leser des Blogs schon gemerkt haben, geht es hier nicht mehr ausschließlich um Tablets, sondern generell um das Lehren und Lernen mit digitalen Medien und immer mehr auch, um meine eigenen und vielfältigen Erfahrungen damit, auch außerhalb der Schule, an der ich unterrichte. Was das jetzt bedeutet? Nun, 5 Jahre und 227 Posts später werde ich diesen Blog in Kürze mit meinem eigenen Blog zusammen führen und dann auch den Schwerpunkt auf persönliche Erfahrungen, Einschätzungen und Meinungen im Bereich der digitalen Medien im Spannungsfeld Schule, Hochschule, Lehrerbildung und Medienberatung legen. Wie das konkret aussehen wird, erfahren Sie in Kürze – bis dahin bitte ich um etwas Geduld und freue mich, wenn Sie mir als Leserin und Leser erhalten bleiben.

Doch nun zum (p)Review:

#Review

Was war los in DE, was gab es hier im Blog zu lesen?

Wenn ich den Review 2014 lese – da klang ich etwas „pessimistisch“. Es hatte da einige Studien gegeben, die DE (= Digitales Entwicklungsland) bescheinigen, dass es im Bereich des digitalen Lernens nicht gut bestellt ist. Dennoch gab es viele Veranstaltungen und Aktionen zum Thema  – die aber irgendwie in 2014 doch nicht richtig zu zünden schienen. Woran liegt das? Das Trio: Ausstattung, Aus- bzw. Fortbildung und (umsetzbare) Konzepte ist der Schlüssel, so der allgemeine Konsens.

Und war das nun in 2015 anders? #nichtwirklich – aber: Die Taktrate der Veranstaltungen erhöht sich und – tatsächlich – Einiges wird bereits umgesetzt. Im Rahmen meiner Tätigkeit als Medienberater und auch darüber hinaus bekomme ich mit, dass die Nachfrage für Fortbildungen zunimmt. Und auf den Fortbildungen selbst, werden die seit Jahren üblichen, ablehnend-kritischen Nachfragen immer seltener. Das bedeutet nicht, dass Medieneinsatz unkritisch betrachtet werden soll. Nein, in keinster Weise. Es bedeutet, dass man versteht, das Medieneinsatz ins Zentrum gehört, dass man ihn nicht mehr wegdiskutieren kann und, dass dies Konsens ist. Naja, meistens😉 – „spitzersche digitale Demenz“ oder die noch schlimmere „Cyberkrankheit“ spuken doch noch durch die deutsche Gesellschaft. Aber, auch diese Grippe werden wir überstehen. Meine Schüler und ich haben diese Grippe jedenfalls gar nicht erst bekommen – wir waren produktiv und haben mit digitalen Medien gearbeitet, Content erstellt, Filme produziert, Workshops gegeben und durch „trial, error, try again“ viel dazu gelernt. Lesen Sie selbst:

Google Apps

Den Anfang des Jahres machten die GoogleApps – ich muss dazu sagen, dass diese Apps für mich schon lange zu meinem privaten Workflow gehören. Gerade, was die Kollaboration mit anderen „internetaffinen“ Kollegen (oft an anderen Schulen), Institutionen oder im Zusammenhang mit Projekten in denen ich involviert bin betrifft, sind sie nicht wegzudenken. Hier spreche ich vor allem von Google Docs und Hangouts. Auf dem iPad war dies allerdings bis zur Veröffentlichung spezieller Apps kein Spaß. Doch damit geht es nun sehr gut. Natürlich muss man klar sagen, dass aus Datenschutzgründen Google Apps für die schulische Nutzung, vor allem, wenn personalisierte Schülerdaten ins Spiel kommen keine Option sind. Aber, wie ich hörte, könnte sich hier etwas tun. We’ll see…

Nicht weniger Interessant: Die Microsoft Apps. Das Konzept ist ähnlich der GoogleApps, die zugehörigen Dienste, also Office 365 für Schulen sogar kostenlos und verbreiteter Standard. Meine Favoriten sind Sway (das ich z.B. hier nutze), One Note und, wenn es dann integriert ist die kollaborative Plattform Yammer. Auch hier können die Datenschützer wider tagelang … aber lassen wir das.

Die iOS eigenen Apps (Pages, Keynote, Numbers) erwähne ich der Vollständigkeit halber – sie sind natürlich seit Beginn fester Bestandteil des „App-Kanons“.

Papierfrei in der Cloud

Im Vorfeld der Didacta 2015 und als Reaktion auf die unsägliche Aussage des Präsidenten des deutschen Lehrerverbandes über die „totale Computerisierung der Schule“ habe ich zu Beginn des Jahres auch über den „papierfreien Unterricht“ und – in Anlehnung an die Aussage von Herrn Kraus – über die totale Wikifizierung des Unterrichts geschrieben. Ich denke, das sind zwei lesenswerte Artikel geworden, die viele Praxistipps enthalten – wozu solch ein Herr Kraus doch gut sein kann.

Die KAS.juniorEXPERTs

Dieses tolle Projekt gehört in jeden Review. Es besteht nun bereits seit 2013 und ich leite es zusammen in Kooperation mit der Stadtbibliothek Köln. Das neue Programm habe ich gerade erst hier veröffentlicht. Die juniorEXPERTS sind Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 10-12, die ihr Know How im Bereich der digitalen Medien und Geräte in Workshops in der Stadtbibliothek Köln an interessierte Bürgerinnen und Bürger weiter geben. Eine sehr gute Sache, bei der richtig was fürs Leben gelernt wird.

Tablets in Kölner Schulen

Auch im Jahr 2015 gab es wieder eine Veranstaltung der Medienberatung Köln zum Thema Tablets. In 2014 fand dieser Workshop Tag an der Gesamtschule Rhodenkirchen statt, wo ich zusammen mit meiner damaligen Kollegin Annika Olsen präsentierte. Im März diesen Jahres war ich am Berufskolleg Lindenstraße zu Gast mit dem Thema #papierfrei mit dem iPad. Von den insgesamt 15 Kölner Tabletschulen stellten zwei ihre Arbeit vor und in World Cafés gab es dann kurze Workshops und die Möglichkeit sich Face to Face auszutauschen. Hier gibt es das Programm und weitere Infos zum nachlesen.

Sicher im Netz

Im Zusammenhang mit einem Wettbewerb haben meine Schüler in Klasse 8 und JGSt. 10 mehrere Videos zum Thema Cybermobbing und Prävention erstellt. Hier gibt es den Post dazu mit allen Einzelheiten und drei Videos.

Schön fand ich auch, was ein Team in Klasse 7 als „Nebenprodukt“ einer Reihe zum Thema Posten, Netiquette und Bildrechte erstellt hat. Die Schüler kamen selbst auf die Idee ein Plakat zu erstellen und setzten diese auch um:

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#BiDeWe15 – Bildung in einer digitalisierten Welt

Zu diesem Thema veranstaltete die SPD Bundestagsfraktion einen Thementag im Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestages in Berlin. Ich war dort als Experte geladen und durfte einen kurzen Praxisworkshop halten. Im Nachgang habe ich zusammen mit meinem befreundeten Kollegen Bob Blume, der ebenfalls Lehrer ist einen Film produziert, der ein paar Eindrücke des Tages zeigt und auch einen Blogartikel für das „Hochschulforum Digitalisierung“ des „Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft“ verfasst. Hier geht es hin.

#KAS.digitalEXPERTs

Im zweiten Halbjahr des Schuljahres 2014/15 hatten wir die Möglichkeit an einem Angebot des Kompetenzteams Köln/Medienberatung NRW unter Unterstützung des Vereins „Neue Medien für Kölner Schulen e.V.“ teilzunehmen.

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Im Rahmen dieses Projektes wurden insgesamt 17 Schülerinnen und Schüler zu sogenannten „Tabletscouts“ ausgebildet – wir haben diese auf den Namen „KAS.digitalEXPERTs“ getauft, da sie sich mit Tablets und darüber hinaus mit Apps und dem Web2.0 auskennen. Weitere Informationen gibt es auf dem Blog der Experts. Über ihr Debüt an der Schule habe ich hier gebloggt.

Die #EDtechTipps

Nach den Sommerferien habe ich begonnen Tipps zu nützlichen Apps als Erklärvideo bereitzustellen. Hier sollen vor allem einfach zu nutzende Webanwendungen oder möglichst Plattform unabhängige Apps vorgestellt werden. Leider ist es bei Folge 1 geblieben, aber – ein guter Vorsatz für 2016 – weitere werden folgen, versprochen😉 Die No 1 ist hier zu finden.

MOOC oder Murks?

Das Thema MOOC treibt mich um. Ich finde, es ist ein zukunftsweisendes (didaktisches) Format, das genau wie OER zum Lernen mit digitalen Medien dazu gehört – aber, wie alle Formate muss es entwickelt und auch didaktisch durchdacht werden. Für die bpb habe ich mir ein paar Gedanken gemacht und sie hier aufgeschrieben.

Auszug:MOOC – das klingt geheimnisvoll, viel versprechend und soll – so sagen manche –  die Lösung aller Probleme des heutigen Bildungssystems sein: Viele, interessierte Menschen lernen freiwillig aus eigenem Interesse im Massive Open Online Course über mehrere Wochen zusammen, bereichern sich gegenseitig und bringen ihr eigenes Wissen und Kompetenzen ein. Noch dazu ist das Ganze dann meist auch noch kostenlos. Und gelernt wird im eigenen Tempo, always on, mobil, lebenslang und überall. Wenn man etwas verpasst hat – kein Problem, denn Videos, Materialien sind alle Online auch nach Jahren noch einsehbar. Eine solche Umgebung scheint das lebenslange Lernen von dem alle reden möglich zu machen. Oder?…“ ... weiterlesen!

#DED15 – der Digital Education Day der Stadt Köln

In den Jahren 2013 und 2014 durfte ich in der Organisation des 1. und 2. OERkoeln Camp für freie Bildungsmaterialien mitarbeiten. Aus diesen Veranstaltungen ist der DED (Digital Education Day) hervorgegangen, der 2015 erstmalig durchgeführt wurde. Was soll ich sagen? Das Engagement der Stadt im Bereich der Digitalisierung und des Amtes für Schulentwicklung im Bereich des Lernens mit Digitalen Medien finde ich einzigartig und besonders. Dies fanden die weit mehr als 200 (!) Besucherinnen und Besucher aus ganz Deutschland, aber auch aus dem angrenzenden Ausland ebenfalls. Ich freue mich schon auf den DED16! Hier geht es zum Bericht.

#CodeWeekEU

Im Rahmen der Code Week waren die KAS.juniorEXPERTs aktiv – auch trotz der Ferien gaben sie Workshops in der Stadtbibliothek. Hier habe ich dazu berichtet.

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Andy und Thies aus meinem Grundkurs Musik haben sich vor allem mit dem MakeyMakey beschäftigt und mit ihm Musik gemacht. Dazu haben die beiden einen Text verfasst, wie der Makey Makey im Unterricht eingesetzt werden kann. Der Text wurde von fsm, fsf und Google herausgegeben, steht unter einer CC-by-sa-Lizenz und hier geht es hin!

#BesserLernen und #ExcitingEDU

Im Dezember fanden 3 Tage zum Lernen mit digitalen Medien in Berlin statt. Den Aufschlag machte die Firma Microsoft mit dem Tag „Besser Lernen – Ein Tag für Bildung“. Daran schlossen sich die beiden Tage des ExcitingEDU Lernlab und ExcitingEDU Lehrerkongresses an.

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Zu beiden Veranstaltungen, die ich als Experte, Lehrender und Lernender besuchen durfte, habe ich bereits hier etwas geschrieben.

 

Nominiert: d-elina 2016

Ganz kurz vor Ferienbeginn erreichte mich eine besonders erfreuliche Nachricht. Meine klassen- und fächerübergreifenden Projekten in Religion und Musik zum Thema #refugeesWelcome wurden für den d-elina School Award 2016 nominiert. Ob wir gewonnen haben, wird auf der didacta 2016 in Köln verkündet werden. #Yay!

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Um was es geht, kann man hier lesen:

#refugeesWelcome – Schülerprojekte mit Apps, Cloud und mobilen Devices
In diesem klassen- und fächerübergreifenden Projekt zur Flüchtlingsproblematik mit Schülern aus den Jahrgangsstufen 6, 8 und 12 an einem Gymnasium in Köln (Kaiserin Augusta Schule), haben meine Lerngruppen in den Fächern Musik und Katholische Religion Medienprodukte als Angebote für Flüchtlingskinder erstellt, um ihnen die deutsche Sprache näherzubringen, aber auch, um ihnen zu zeigen, dass sie willkommen sind und man ihnen helfen möchte, sich in einer neuen Heimat zurecht zu finden.
Dabei kamen Internet, Wikis, Apps und Tablets zum Einsatz, um Medien konstruktiv einzusetzen und Medienprodukte damit zu erstellen. Mit den unterschiedlichsten Apps wurden dabei Kurzfilme, interaktive Texte und Lernspiele (LearningApps) erstellt und auf Weblogs als offene Bildungsressourcen publiziert.
Eine Schülergruppe in Klasse 6 präsentierte ihre Arbeit im Rahmen der Neueröffnung des sogenannten „Sprachraums“ – einem interkulturellen Zentrum für Flüchtlinge und stellt die Apps und Filme auf dem Klassenblog bereit.
Meine Lerngruppe Katholische Religion in Klasse 8 kooperierte mit meinem Musikkurs JgSt. 12 und erstellt ComicFilme mit Musik zum Erlernen der deutschen Sprache, die man im Blog der Klasse ansehen kann. Die Kooperation erfolgte über ein Wiki.
Ich setze in meinem Unterricht schon seit 2009  Wikis, Weblogs und Social Media gewinnbringend ein und leite seit 2011 das Tabletprojekt der Schule, um Lernende zu „mündigen Internetusern“ zu erziehen und die 21st Century Skills in den Mittelpunkt des schulischen Lernens zu stellen.

#Preview

Das neue Jahr wird gleich spannend los gehen.

Aktuell zu nennen ist hier z.B. die Plattform des Landes NRW „bildungviernull.de“ und das bald im Rahmen der didacta16 in Köln stattfindende Barcamp für Lehrerinnen und Lehrer des Verband der Bildungsmedien, das #vbmcamp16 für das man sich schon ab sofort hier anmelden kann. Besonders freut es mich, dass das VBMcamp, welches ich zusammen mit meinem befreundeten Kollegen und langjährigen Teampartner Torsten Larbig mit unserem gemeinsamen (Lehrerfortbildungs-)Projekt #EDchatDE als Medienpartner unterstütze schon sehr schnell ausgebucht war.

Im Rahme der Initiative „BildungvierNull“ der Staatskanzlei NRW werde ich zusammen mit Torsten Larbig auch einen #EDchatDE Special live aus der Staatskanzlei in Düsseldorf moderieren. Mehr dazu kann man hier lesen.

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Was man sich sonst noch merken sollte:

 

Merry X-Mas & Happy New Year

(Weihnachtsgeschichte von Alexandra, Lilly und Sophia, Klasse 5)

Und nun wünsche ich allen Leserinnen und Lesern dieses Blogs ein besinnliches und frohes Weihnachtsfest und alles Gute in 2016!
Stay tuned – wir lesen uns!

André Spang, Köln, 24.12.2015

 

 

KAS.juniorEXPERTs V4.0 @ Makerspace der Stadtbibliothek Köln

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Kurz vor Ende des Jahres spoilere ich hier schon das neue, brandaktuelle Programm der KAS.juniorEXPERTs. Was die #juniorEXPERTs sind, kann man hier auf ihrem Blog nachlesen.

Das Projekt leite ich nun schon seit seiner Gründung im Jahr 2013 zusammen mit der Stadtbibliothek Köln. Und gerade haben wir das Programm für den vierten Durchgang fertiggestellt.

Eine vorläufige Vorabversion gibt es hier, bevor es in endgültiger Fassung auch auf dem Blog der Bibliothek und in gedruckter Form erscheint. Alle Workshops finden im Makerspace der Stadtbibliothek Köln auf der 4. Etage statt:

1. Grundlagen der Tontechnik, 4.3.16, 16-18 Uhr

Sie kennen das: Auf der Familienfeier will jemand eine Rede halten, aber trotz Mikrofon versteht man nichts und es pfeift ständig. Wie kann ich die Band meines Kindes aufnehmen? Der Sound an meiner HiFi-Anlage klingt dumpf und dröhnend! Im Workshop von Michael Daehnert und Damian Bogten (JGSt 11, KAS) finden Sie Antworten auf diese und weitere Fragen zum Bereich Tontechnik, Mikrofon, Mischpult, Equalizer etc. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Mitbringen sollten Sie Interesse und viele Fragen!

2. Umgang mit Social Media, 11.3.16, 16-18 Uhr

Kommunizieren mit Smartphone und Co, das geht gut mit Facebook, SnapChat und Instagram. Aber: Was ist ein Hashtag? Wie erstelle ich eine Gruppe? Das Passwort 12345 ist nicht wirklich sicher, oder? Und diese Trolle mag ja auch niemand.
Wir, Leah Rulinski, Marie Brenner  und Ina Marie Heide (JGST 10, KAS), zeigen Ihnen in unserem Workshop, wie man Social Media produktiv nutzen kann, um mit dem engsten Kreis, aber auch mit anderen Menschen kommunizieren zu können und was es dabei zu beachten gilt. Vorkenntnisse benötigen Sie nicht – ein eigenes Smartphone oder Tablet ist Voraussetzung, bitte mitbringen.

3. Fotobearbeitung auf dem Smartphone oder Tablet, 8.4.16, 16-18 Uhr

Sie besitzen ein Smartphone oder Tablet mit Android oder iOS Betriebssystem und machen gerne Schnappschüsse damit? Leah Rulinski, Marie Brenner  und Ina Marie Heide (JGSt 10, KAS) zeigen Ihnen in ihrem Workshop, was Sie aus ihrem Device herausholen können, worauf man schon beim Schießen der Fotos achten sollte und mit welchen Apps man schließlich die Fotos bearbeiten und teilen kann.
Bitte bringen Sie ihr eigenes Smartphone oder Tablet mit.

4. Gitarrenworkshop, 15.4.16, 16-18 Uhr

Wer schon immer einmal lernen wollte, was man mit der (vielleicht ungenutzten) Gitarre oder dem Bass zuhause machen kann, ist bei diesem Workshop genau richtig.
Es werden einige klassische Rock/Pop – Riffs für Gitarre und Bass erklärt und vorallem gezeigt, wie man die meisten seiner Lieblings-Songs einfach lernen und spielen kann, zum Beispiel mithilfe des Internets.
Jeder, der eine Gitarre oder einen Bass besitzt kann kommen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Wichtig: Eigene Gitarre und wenn nötig Verstärker mitbringen! Instrumente können nicht gestellt werden. (Michael Daehnert, JGST 11, KAS)

5. Fotobuchgestaltung, 22.4.16, 16-18 Uhr

Digitale Fotos schlummern oft versteckt auf Festplatten vor sich hin. Mit Hannah Scheubel und Bengisu Sarfaklar (JGST. 10, KAS) können Sie ein Fotobuch gestalten, das Ihre Bilder wieder lebendig werden lässt. Sie entwerfen mit der Software Pixum ein Fotobuch, das Sie dann eigenständig bei einem Dienstleister kostenpflichtig produzieren lassen können. Bitte bringen Sie entsprechende Fotos auf einem USB-Stick mit.

6. Launchpad und Ableton Live, 29.4.16, 16-18 Uhr

Schlagzeugbeat – Bassfigur – Akkorde – Melodie. Im Workshop von Robin Waisman und Tom Seidel (JGSt 10, KAS) lernen Sie die Software Ableton Live in ihren Grundzügen kennen und schreiben unter Verwendung des “Launchpad” kurze eigene Songs. Der stilistische Schwerpunkt liegt dabei auf Hip Hop, aber auch Dub, House, Elektro und anderes stehen auf dem Programm. Vorkenntnisse benötigen Sie keine, bringen Sie aber bitte einen USB–Stick zum Abspeichern Ihrer erstellten Musik mit.

7. Finch-Roboter programmieren, 29.4.16, 16-18 Uhr

Selbst einen Roboter programmieren? Dazu muss man doch Informatik studiert haben, oder? Um das Gegenteil herauszufinden, sollten Sie zum Workshop von Jan Brahm und Lois Lopez (JGSt 10, KAS) kommen. Sie zeigen Ihnen, wie man mit der Web-App „Snap“ dem Finch Robot allerlei Kunststücke und sogar Musik beibringt. Wie das aussieht, sehen Sie hier:

Sie benötigen keine Vorkenntnisse, sollten aber wissen, wie man einen PC bedient. Der Finch Robot wird von der Stadtbibliothek gestellt und Sie können ihn im Nachgang sogar mit Ihrem Bibliotheksausweis ausleihen und zu Hause weiter programmieren.

8. iMovie – Filmproduktion mit dem iPad, 27.5.16, 16-18 Uhr

In diesem Workshop erfahren Sie von Clemens Kräuter (JGSt 10, KAS) wie man mit der App iMovie Filme direkt mit dem iPad aufnehmen und nach seinen Vorstellungen bearbeiten und bereitstellen kann. Sie lernen auch, wie man Filme und Bilder mit Musik oder eigenem Kommentar unterlegt, so entstehen im Handumdrehen kleine Filmprojekte. Sie benötigen keine Vorkenntnisse. iPads sind vorhanden, Sie können aber auch gerne Ihr eigenes  iPhone oder iPad mitbringen (iMovie bereits installiert)!

9. Tipps und Tricks für Klavieranfänger, 28.5.16, 12-14 Uhr

Sie spielen schon ein wenig Klavier und möchten ihr Können ausbauen? Sie sind auf der Suche nach neuen Stücken, die Spaß machen, gut klingen und nicht zu schwer sind? Irgendwie kommen Sie mit dem Fingersatz oder Rhythmus nicht klar? Dann sind Sie im Workshop von Jan Brehm (JGST 10, KAS) genau richtig. Hier bekommen Sie die richtigen Tipps, um selbst zu Hause weiter üben zu können.
Ein Flügel ist vorhanden, Noten können Sie gerne mitbringen.

10. Beat Box und Gesang, 3.6.16, 16-18 Uhr

Die großartigsten Instrumente hat jeder Mensch immer dabei: Mund und Stimme. Alisan Yavuz (JGSt 10, KAS) zeigt Ihnen in seinem Workshop was man damit machen kann. Mit knackigen Beats in unterschiedlichsten Stilistiken von Hip Hop bis ethnischen Rhythmen und seidigem Gesang ist alles dabei. Vorkenntnisse benötigen Sie nicht – nur „Ihr Instrument“, Neugier und jede Menge Spaß dürfen Sie nicht vergessen.

11. Launchpad und Ableton Live, 10.6.16, 16-18 Uhr

Schlagzeugbeat – Bassfigur – Akkorde – Melodie: Im Workshop von Jannis Grunwald (JGSt 12, KAS) lernen Sie die Software Ableton Live in ihren Grundzügen kennen und schreiben unter Verwendung des „Launchpad“ kurze eigene Songs. Der stilistische Schwerpunkt liegt dabei auf Hip Hop, aber auch Dub, House, Elektro u.a. stehen auf dem Programm. Vorkenntnisse benötigen Sie keine, bringen Sie aber bitte einen USB Stick zum Abspeichern Ihrer erstellten Musik mit.

12. GarageBand – Musikproduktion mit dem iPad, 17.6.16, 16-18 Uhr

Sie möchten gerne selbst einen eigenen Song erstellen, vielleicht auch Gesang oder Rap, Klavier aufnehmen oder auf einer virtuellen E-Gitarre spielen? Im Workshop von Robin Waisman und Tom Seidel (JGSt 10, KAS) lernen Sie die App GarageBand und die vielfältigen Möglichkeiten im Bereich Musikproduktion kennen. Erstellen Sie Ihren eigenen Beat, Sound oder Loop, spielen sie E-Drums, Piano und singen Sie dazu. Vorkenntnisse sind nicht unbedingt erforderlich. iPads und Apps sind vorhanden, Sie können aber gerne auch Ihr eigenes iPad (GarageBand bereits installiert) mitbringen.

 

#HourOfCode 2015 – #joinTheMovement

Und schon wieder ist ein Jahr ins Land gegangen: Heute, am 7.12.2015 beginnt die Hour Of Code 2015.

Diese ist eine weltweite Bewegung die Millionen von Schülern in über 180 Ländern erreicht. Die Hour Of Code findet in der sogenannten Computer Science Education Week statt und diese geht vom 7. – 13.12.2015.

Wie in den vergangenen Jahren geht es darum, dass Schüler, aber auch Lehrer innerhalb dieser Woche eine (oder auch gerne mehrere) Stunde(n) mit „Coding“ verbringen. Dies hört sich kompliziert an. Aber der Zugang ist dabei sehr spielerisch. Es gibt Apps oder Webanwendungen, mit denen man spielend leicht ein paar Programmzeilen erstellen kann. Und am Ende gibt es ein Zertifikat.

Ich habe auch in den vergangenen Jahren mit meinen Schülern teilgenommen (z.B. 2012 oder hier in 2013), wenn es sich angeboten hat und es war immer sehr motivierend und hat den Schülern Spaß gemacht. Dabei bekommen sie einen kleinen Einblick, wie solch ein Programmcode aufgebaut ist und manche bleiben dabei und vertiefen ihre erlangten Kompetenzen.

Die Fähigkeit, ein wenig ins Programmieren Einblick zu bekommen ist im digitalen Zeitalter eine Kernkompetenz, denn wie Susan Wojcicki, CEO von YouTube ganz richtig sagt: „If you can change technology, you can change the world“.

Also: #JoinTheMovment -> Anmelden und mitmachen bei #Hour OfCode

 

„Digitale Bildung“: #Besserlernen & #ExcitingEDU Lehrerkongress 2015

Digital in der Schule? Ein Nischenthema? Ja, meint mein Frankfurter Kollege, der Lehrer und Blogger Torsten Larbig. Und ja, sagen auch viele Studien. Nein, so ruft es schon seit Jahren der Horizon Report.
Und: NEIN! So dröhnte es drei Tage laut in Berlin!

#Besserlernen: Ein Tag für Bildung

Los ging es am 2.12.2015 mit einer Veranstaltung von Microsoft in der Kalkscheune in Berlin. Unter dem Titel „Besser Lernen – Ein Tag für Bildung“ hatte Microsoft eingeladen und wollte zeigen „…, dass es auch in Deutschland Bildungseinrichtungen gibt, die bereits erfolgreich moderne Technologien in den Unterricht einbinden und dadurch einfach besser lernen“, so Stefan Schick, Leiter Geschäftsbereich Forschung und Lehre Microsoft Deutschland. An diesem Tag sollten vor allem Erfolgsgeschichten aus der Praxis sprechen und Entscheider und Praktiker aus dem Bereich der Bildung eine Diskussionsplattform erhalten. Der Tag wurde mit einer Keynote von Alex Stöger, derzeit Vorsitzender der Geschäftsführung von MicrosoftDE eröffnet. Die Agenda kann man hier laden. Alles zusammen war das schon ein toller Auftakt!

#ExcitingEDU LernLab und Lehrerkongress

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Richtig praxisorientiert wurde es dann am 3. und am 4.12. mit dem ersten deutschen #excitingEDU Lehrerkongress.
Der 1. Tag des Kongresses stand unter dem Label „LernLab“ und fand an der Heinrich von Stephan Schule (HvS) statt. Hier ging es vor allem um Unterrichtspraxis. Lehrerinnen und Lehrer aus ganz Deutschland, die bereits in ihrem eigenen Unterricht Erfahrung mit digitalen Medien gesammelt haben übernahmen an diesem Tag den Unterricht an der HvS. Danach gab es – dann wieder in der Kalkscheune Workshops, App-Impulse, Diskussionen und „Blitzlichter“ (Kurzdiskussionen zum gesehene Unterricht).
Hier kann man das Programm nachlesen: Link 
Am 4.12. zog der Lehrerkongress dann komplett mit fast 300 Besuchern in der Kalkscheune ein. Über den Tag gab es Workshops, von Blended Learning über BYOD bis zu Gamification und Tablet Klassen waren alle Themen dabei. Natürlich gab es auch jede Menge Zeit, um sich auszutauschen, Fragen zu stellen und zu vernetzen.
Das Programm für diesen Tag gibt es hier: Link
Ich hatte die Möglichkeit die Tage aktiv mitzuerleben und habe selbst sehr viele Anregungen mitgenommen, die es nun im Unterricht umzusetzen gilt.
Der Bildungsjournalist Christian Füller hat bereit gestern unter dem Titel „das Handy ist kein Spielzeug“ einen Beitrag im Spiegel Online über den Lehrerkongress veröffentlicht, der einige Beispiele aus der gesehenen Praxis sehr gut zusammenfasst, aber auch die Herausforderungen, die sich dem „digitalen Lehrer“ stellen anspricht. Hier kann man ihn lesen.
Mein persönliches Highlight, war die fächerübergreifende Zusammenarbeit mit Torsten Larbig, der eine Klasse in Deutsch am Vormittag des LernLabs unterrichtet hatte. Er erstellte zusammen mit „seinen Schülern“ ein Blog auf dem die Schüler eigene Posts erstellten, in denen sie Bilder beschrieben, die sie zuvor mit ihrer eigentlichen Lehrerin in einer Ausstellung gesehen hatten. Ein Schüler, der erst vor kurzem aus Syrien geflüchtet und nun in dieser Klasse war, schrieb einen – wie ich finde – bewegenden Post. Ich hatte das Blog vormittags gesehen und den Text gelesen und strickte meine am Nachmittag stattfindende Musikstunde, die unter dem Thema „Original und Bearbeitung“ stand in einem 12er Kurs spontan etwas um. Zu Beginn der Stunde, zeigte ich „meinen Schülern“ den Text und erklärte ihnen die Geschichte dazu. Meine Idee, den Text zu vertonen, nahmen die Schüler gerne an und am Ende der Doppelstunde ist, in Anlehnung einer Bearbeitung des Kanons in D von Pachelbel dieses „Hörspiel“ dabei heraus gekommen.
vLog zum #ExcitingEDU Lehrerkongress
Zusammen mit dem Lehrer Bob Blume habe ich ein paar Originaltöne in den zwei Tagen des #excitingEDU Lehrerkongresses eingefangen und zu einem Film zusammengeschnitten:
Es geht weiter…
Bemerkenswert zu sehen, dass es  – neben den vielen, engagierten Lehrern die im Bereich der „digitalen Bildung“ in Berlin zusammengekommen sind, nun auch zunehmend mehr Initiativen und Veranstaltungen zum Thema „Lernen mit digitalen Medien gibt“.
Aktuell zu nennen ist hier z.B. die Plattform des Landes NRW „bildungviernull.de“ und das bald im Rahmen der didacta16 in Köln stattfindende Barcamp für Lehrerinnen und Lehrer des Verband der Bildungsmedien, das #vbmcamp16 für das man sich schon ab sofort hier anmelden kann.

Der Digital Education Day der Stadt Köln #DED15

Nun ist es schon fast wieder 2 Wochen her, dass die Stadt Köln – genauer gesagt, das Amt für Schulentwicklung und das Amt für Informationsverarbeitung –  im Rahmen der Internet Woche Köln 2015 den sogenannten „Digital Education Day“ veranstaltet hat.

Wie der Name vermuten lässt ging es bei diesem Tag um Lernen und Lehren mit digitalen Medien und Geräten. Der gesamte Tag war als Barcamp organisiert, d.h. die Teilnehmer gestalten den Tag selbst und bieten sogenannte Sessions an, in denen praktisch gearbeitet oder zu Themen mit den Sessionteilnehmern diskutiert wird. Parallel dazu und für ein Barcamp eher untypisch gab es einige feste Workshopangebote. Durch die große Anzahl von Sessions (es war über den gesamten Tag mehr als 40!) war diese aber keine Einschränkung – eher ein Gewinn, denn das feste Workshopangebot war sehr spannend. Im Ankündigungstext liest man: „Neben praktischen IT-Lösungen zeigen wir u. a. wie Tablets, Roboter & Co. den Unterricht bereichern können oder welche Einsatzmöglichkeiten eine Lernsoftware bietet. Wir analysieren die neuesten Gefahren im Netz, zeigen, was es mit freien Bildungsmaterialien auf sich hat und geben Informationen zur gezielten Lehrerfortbildung.“

Inputs gab es z.B. von Lego Education, iRights Info, Vertreter des Schulministeriums NRW, der Makerspace der StadtBibliothek, Logineo, die Medienberatung NRW, MedienpassNRW, LekkerWissen, uva. Den kompletten Sessionplan kann man hier einsehen.

Am Tag selbst waren über 200 (!) Teilnehmerinnen und Teilnehmer – die meisten davon waren Lehrer, aber auch Vertreter der Behörden und Institution, der Stadtspitze und die Leitung des Schulamtes sowie die Bildungsdezernentin – vor Ort. Die Besucher kamen aus ganz Deutschland und auch aus Österreich und der Schweiz. Der DED ist sozusagen der Nachfolger der beiden OER-Köln Barcamps, die die Stadt in den Jahren 2014 und 2013 veranstaltet und damit „ihre Barcamp-Reihe“ begonnen hat.

Wie immer bei solchen EDU-Barcamps war der „Bildungs-Filmemacher“ Lutz Berger mit unter den Teilnehmern und hat eine ganze Menge an kurzen Filmen produziert, die den Spirit des Tages gut eingefangen haben.

Hier eine „kleine Auswahl“:

  • Ulrike Heuer, Leiterin des Amtes für Schulentwicklung und Guido Kahlen, Stadtdirektor Köln im Gespräch mit Wibke Ladwig:

  • Die YouTuber Simon Wessel-Therhorn und Eduard Flimmer von LeckerWissen über ihre Physik-Lernvideos

  • Die Politikerin Saskia Esken, MdB über Lernen in Digitalen aus der Sicht der Politik:

  • Detlef Steppuhn vom Erich-Gutenberg BK über das BYOD Modell an seiner Schule:

  • Torsten Larbig und André Spang von #EDchatDE über das #DED15:

  • Matthias Felling über Kinder- und Jugendschutz im Internet:

  • und noch einmal Torsten Larbig und André Spang über das Lernen in Digitalien:

Mehr gibt es auf der Playlist „Bildungscamp Köln“ von Lutzland.

Was zu sagen bleibt? Die Stadt Köln und vor allem die Verwaltung setzt mit ihren mutigen Projekten im Bereich digitaler Medien bundesweit bemerkenswerte Akzente. Das Rezept scheint „zu schmecken“, wie der Besucherandrang beim DED15 unschwer erkennen lässt. Und viel wichtiger: Es wurde gelernt, gelacht, genetzwerkt und Wissen geteilt. #weiterSo!

KAS.juniorEXPERTS @ Europe Code Week 2015 #codeEU, #Makerspace und #DED15

Unser Projekt KAS.juniorEXPERTS gibt es nun schon seit fast drei Jahren. Die Schülerinnen und Schüler, die aus den Jahrgangsstufen 10im Projekt aufgenommen werden, erhalten ein Coaching und geben dann ihre Kenntnisse und Kompetenzen im Bereich der digitalen Medien in Makerspace-Workshops der Stadtbibliothek Köln weiter. Dazu habe ich hier und hier bereits Einiges geschrieben. Das Programm, das die EXPERTS anbieten ist sehr breit gefächert und geht von der Skype-Nutzung über Bloggen bis zur Bildbearbeitung und hin zum Coding.

Europe Code Week #codeEU

Mit Coding meinen wir hier nicht (nur) programmieren, sondern vor allem den konstruktiven Umgang mit Technik, Robotik und kleinen Applikationen im Web, mit denen man ohne große Vorkenntnisse kleine Programme erstellen kann. Der Sinn dahinter ist, Technik nicht als Konsument, sondern als Produzent zu nutzen und Literacy im Bereich des Digitalen zu erlangen – eine bedeutende Literacy im 21. Jahrhundert. Und ist die Neugierde dann erst mal geweckt, dann bleiben die Schüler meist dabei und bilden sich selbst fort.

Einige unserer Schüler waren auch in den Ferien aktiv, denn die European Code Week fand dieses Jahr in der Woche vom 10. bis 18 Oktober statt.

Das Team Laura Bauer und Mirjam Zak gab innerhalb der Code Week, wie auch im letzten Jahr einen Workshop im Makerspace der Stadtbibliothek Köln – dieses Mal im Programm Makerkids der Stadtbibliothek – das sind Workshops für Kinder von 8 bis 12 Jahren.

Im Workshop von Laura und Mirjam ging es um den Finch Robot – hier sind die beiden schon Expertinnen und haben vor längerer Zeit einen Film produziert:

Mit der Anwendung Scratch wird der Roboter programmiert und kann dann in verschiedene Richtungen fahren, in bunten Farben blinken, Töne abspielen und Hindernissen ausweichen. Laura und Mirjam haben sich die Fertigkeit, den Roboter zu programmieren mit Hilfe von Tutorials und durch ausprobieren selbst bei gebracht und geben dies nun an die Kinder, die ihre Workshops besuchen weiter. Diese sind mit ihrer Auffassungsgabe meist sehr schnell und haben das „Coden“ nach kurzer Zeit auch drauf.

Digital Education Day #DED15

Eine weitere Kostprobe ihres Könnens werden Laura und Mirjam am kommenden Samstag, 24.10.15 auf dem „Digital EducationDay #DED15“ der Stadt Köln geben. Dort werden die beiden am Präsentationsstand der Stadtbibliothek den Finch Roboter zeigen und auf diesem Barcamp auch eine Session zum Coden mit dem Finch anbieten. Alle Infos zum #DED15 der Stadt Köln gibt es hier.

Makey Makey mit Andi und Thies

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Die beiden Schüler Andi und Thies sind ebenfalls schon seit der 10. Klasse bei den KAS.juniorEXPERTS dabei. Sie haben sich auf den Makey Makey spezialisiert und bieten dazu Workshops an. Vor ein paar Wochen haben sie auch damit begonnen eine kleine Anleitung für andere Schulen und deren Lehrer zu erstellen, wie man den Makey im Unterricht einsetzen kann und was alles damit möglich ist. Wenn sie fertig ist, werden wir sie hier unter einer cc-Lizenz posten😉 Am kommenden Freitag werden die beiden Schüler in der Stadtbibliothek zu sehen sein und den Makey Makey vorführen, denn dann gibt es dort eine Pressekonferenz – die Stadtbibliothek ist nämlich zur besten Bibliothek des Deutschlands ausgezeichnet worden, der „Bibliothek des Jahres 2015“. Und im Rahmen dieser Konferenz sollen auch verschiedene Projekte der Bibliothek und auch unsere Kooperation vorgestellt werden. Da dürfen die EXPERTS nicht fehlen🙂

„EXPERTS.bar“ – Die KAS.digitalEXPERTS geben ihr Debüt

David & Jan Lucca

David & Jan Lucca zeigen titanpad.com

Gestern, am 29.9.15 haben die KAS.digitalEXPERTS ihren ersten Microworkshop unter eigener Regie veranstaltet.

EXPERTS.bar – was ist das denn?

Diese kleine und kurze Fortbildung – wir nennen sie Microworkshop –  dauert insgesamt 30 Minuten und wird über das Schuljahr verteilt an Dienstagen von den Teilnehmern des KAS.digitalEXPERTS Projektes, also von Schülerinnen und Schülern der Klassen 6-9 durchgeführt. Mehr über die EXPERTS kann man hier nachlesen.

Am 29.9.15, dem Debüt der KAS.digitalEXPERTS ging es um drei ganz konkrete Anwendungen:

Titanpad.com

Screenshot: titanpad.com

Screenshot: titanpad.com

titanpad.com – Dieses Webtool ist eine Art „weißes Blatt Papier“ im Internet, auf dem man gemeinsam schreiben kann, wenn man den Link zum jeweiligen „Pad“ hat.

Titanpad ist kostenlos und ohne Registrierung nutzbar. Ausserdem gibt es einen Chat und man kann das gemeinsam erstellte Textdokument dann als PDF, Word etc. exportieren. So kann man Texte auch ohne, dass man an einem Ort zusammen sitzen muss, über das Internet gemeinsam schreiben. Dieses Tool wurde von den beiden Experts Jan-Lucca und David (beide aus der 7) vorgestellt und die Teilnehmer hatten ihren Spaß es auszuprobieren und stellten interessierte Rückfragen. Ideen für den Einsatz im Unterricht oder für die Vorbereitung von Referaten oder Gruppenarbeiten wurden auch schon entwickelt. Eine Anleitung und weitere Tipps zu titanpad, QR Codes u.a. habe ich hier zusammen gestellt.

Screen Mirroring und AppleTV

In dem Unterrichtsraum, in dem unsere Veranstaltung statt fand, hängt auch ein Flatscreen. Dieser ist mit einem AppleTV verbunden. Durch das AppleTV kann man die iPads problemlos per Airplay schnurlos verbinden und alle Bildschirminhalte auf dem TV wieder geben. Gleiches funktioniert auch mit Smartphones anderer Hersteller per „Screen Mirroring“. Das klappt ohne zusätzliche Hardware direkt von Device zu Device. Auch diese Anwendungen zeigten die KAS.digitalEXPERTS.

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Beamer anschließen? Keine Angst, die EXPERTS zeigen das!

Was klappt meistens nicht, wenn man mit Laptop und Beamer arbeiten will? Richtig: Es kommt kein Bild aus dem Beamer. Deshalb haben Jan Lucca und Finn (aus der Klasse 8) alle Kniffe, die man beim Aufbauen und Anschließen des Beamers beachten muss genau erklärt. Mit der Kamera des iPads wurde auch alles in groß auf dem TV wiedergegeben, damit man genau sehen kann, welches Kabel in welche Buchse gehört. Auch die Einstellungsmöglichkeiten des Beamers, Source Auswahl und Vergrößerung wurden genau gezeigt. Am Beamer wurde ebenfalls ein AppleTV angeschlossen, damit man ihn auch schnurlos nutzen kann. Dafür muss man den Beamer von VGA/Computer1 auf HDMI umschalten und den entsprechenden Eingang mit dem HDMI Kabel belegen. Und ganz wichtig: Nach Benutzung des Beamers, den Beamer ausschalten und abkühlen lassen, bevor er vom Netz getrennt wird, sonst leidet die Beamerlampe. #lessonLearned

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Wir freuen uns schon auf die nächste EXPERTS.bar am 24.11.15, Raum 124, 13.45 – 14.15!

Anja C. Wagner: „Die unvernetzte Generation….“

Ich habe gerade auf LinkedIn einen interessanten Post von Anja C. Wagner und das dazu gehörende ein Video von ihr gefunden.

Anja erzählt, wie sie von einem ihr zunächst unbekannten jungen Mann angesprochen wird, der Kurse zu digitalen Medien und Netzwerken an der VHS anbietet.

Er erzählt ihr, dass er in seinen Kursen mit Menschen der Altersgruppe 50+ zu tun hat und es oft stundenlange Diskussionen gibt, dass man die Digitalisierung nicht benötigt, dass es der falsche Weg ist und, dass doch alles gut ist, so wie es ist.

Darauf zeigt er ihnen das Video:

Danach sind sich alle einig und sagen: „Ok, ich habe verstanden. Ich bin das Problem.“

Spannend finde ich auch die Diskussionen unter dem Video auf YouTube.

Alles MOOC oder was?

Dies ist ein Crosspost, der bereits zu einer Reihe über MOOCs bei der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb.de) unter dem Titel „MOOCs in Schulen – eine gute Idee?!“ erschienen ist.

MOOC – OMG, was ist das denn?

MOOC – das klingt geheimnisvoll, viel versprechend und soll – so sagen manche –  die Lösung aller Probleme des heutigen Bildungssystems sein: Viele, interessierte Menschen lernen freiwillig aus eigenem Interesse im Massive Open Online Course über mehrere Wochen zusammen, bereichern sich gegenseitig und bringen ihr eigenes Wissen und Kompetenzen ein. Noch dazu ist das Ganze dann meist auch noch kostenlos. Und gelernt wird im eigenen Tempo, always on, mobil, lebenslang und überall. Wenn man etwas verpasst hat – kein Problem, denn Videos, Materialien sind alle Online auch nach Jahren noch einsehbar. Eine solche Umgebung scheint das lebenslange Lernen von dem alle reden möglich zu machen. Oder?

Dass solche Communities in anderem Kontext tatsächlich funktionieren und Menschen – in diesem Falle Spieler – wirklich gemeinsam einem Ziel entgegen streben und sich gegenseitig helfen, das zeigt uns eines der bekanntesten und erfolgreichsten Computerspiele: World of Warcraft. Das Spiel ist natürlich kein MOOC, sondern ein sogenanntes MMORPG (Massively Multiplayer Online Role-Playing Game). Hier vernetzen sich die Spieler und gemeinsames Wissen und Know How wird bereitwillig geteilt – immer auf dem Weg zum nächsten Level. Aber klappt das auch in einem MOOC? Dies ist ja schließlich kein Computerspiel, sondern hier wird „ernsthaft gelernt“.

Ich will das wissen – meine eigene MOOC Vergangenheit!

Ich selbst fand die Idee der MOOCs zunächst einmal großartig, als ich davon erfuhr. Als Lehrer weiß ich, dass in der digitalen Gesellschaft die sogenannten #21stCenturySkills:

  • Kommunikation
  • Kollaboration
  • Kreativität
  • kritisches Denken

von großer, wenn nicht essentieller Bedeutung sind.

Auf den ersten Blick scheint all dies im MOOC möglich zu sein. Die Teilnehmer werden zum Teilgeber und können sich mit ihren Stärken einbringen, individuell und im eigenen Tempo lernen. Das klassische „One-to-Many“ Sendungsbewusstsein von eLearning Kursen wird aufgebrochen. Über Blogs, Social Media und Kommentarfunktionen kommt man ins Gespräch. Ich musste also dieses MOOC-Feeling kennen lernen! Die gesamte Idee fand ich sehr spannend – vor allem wollte ich wissen, ob das MOOC Konzept auch für schulischen Lernszenarien nutzbar ist.

#Opco11 - Zukunft des Lernens

#Opco11 – Zukunft des Lernens

Im Mai des Jahres 2011 war es soweit und ich meldete mich zum „#OPCO11: OpenCourse 2011 – Zukunft des Lernens an“. Dieser Kurs brachte gut drei Jahre nach dem Entstehen des Konzeptes des Open Online Kurses, diese ursprüngliche Idee der beiden Kanadier George Siemens und Stephen Downes nach Deutschland. Neugierig nahm ich am OPCO11 des „studiumdigitale“ unter der Federführung von Claudia Brehmer teil. Der Kurs zeigte mir zunächst den Aufbau und die verschiedenen Tools eines MOOCs. Hier gab es neben der üblichen Lektüre auch Online Events, Twitterstream und Blog mit Kommentarfunktion. Für jemanden, der in der Welt der Social Media nicht zu Hause ist, schon eine sehr große An- wenn nicht sogar Überforderung. Für mich war das eher weniger ein Problem, aber es scheiterte an der notwendigen Zeit. Ein Problem, das viele Teilnehmer eines MOOCs laut Statistik der „Drop Out Rates“ mit mir teilen. Für einen MOOC muss man sich Zeit nehmen. Aber: Gelernt wird auf jeden Fall etwas. Bei mir lag der Schwerpunkt vor allem auf dem weiteren Ausbau eines persönlichen Lernnetzwerks, der Kommunikation und auch der Inspiration, die durch solch ein Online Event und die sehr heterogene Zusammensetzung der Teilgeber ausgeht. Und das ist doch schon mal eine ganze Menge. Meine Frage nach der schulischen Nutzungsmöglichkeit war aber noch nicht beantwortet, denn damals und auch heute noch ist der Großteil der MOOCs im universitären Bereich und in der Erwachsenenbildung anzutreffen.

Ich will das tun – Be a Maker, not a Taker!

In den folgenden Jahren bot sich mir im sogenannten „MOOC-Tsunami“ der dann das Land und vor allem die Hochschulen erfasste, die Möglichkeit bei mehreren MOOCs als Teilgeber mitzuwirken. Dabei lernt man natürlich umso mehr. Den Anfang machte der #MMC13 – der sogenannte MOOC Maker Course der von Dörte Giebel, Monika König und Heinz Wittenbrink veranstaltet wurde. Zusammen mit meinem Mitstreiter Jörg Lohrer von rpi-virtuell war ich in Woche 3 des MOOCs zum Thema Openness einer der Inputgeber. Weitere MOOCs bei denen ich mit lernen und teilgeben durfte waren der Openreli MOOC, der ebenfalls im Jahr 2013 zum ersten Mal startete und der speziell für Religionslehrer gedacht war. Beim COER13 ging es im gleichen Jahr um freie Bildungsmaterialien, die sogenannten OER (Open Educational Resources). Hier konnte ich in Woche drei viele Tools vorstellen, mit denen man OER erstellen und teilen kann.

Dann wurde es international und ich hatte die großartige Gelegenheit in den Jahren 2013 und 2014 beim eBookEVO MOOC „Crafting the ePerfect Textbook for Teachers“ der Electronic Village Online als Experte und Moderator mitzuwirken.

#eBookEVO 2013, 2014, 2015

#eBookEVO 2013, 2014, 2015

Diese MOOC Community überschritt die magische Grenze von 200 Teilnehmern bei weitem und erreichte fast 1000 Mitglieder in der Google+ Gruppe. Dementsprechend war die Beteiligung sehr rege und es kamen viele Gedanken, Tipps, Diskussionen und letztendlich auch Produkte, in unserem Falle kleine eBooks oder Unterrichtsmaterialien für den schulischen Einsatz zustande. Die Teilnehmer dieses MOOCs waren fast ausschließlich Lehrer aus allen Teilen der Welt und ihr Fokus lag klar auf der Nutzung der Ergebnisse im Unterricht.

MOOCs in Schulen? – die Gretchenfrage!

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Explore.Create.Share-Wiki

Meine Erfahrungen als Teilgeber bei verschiedenen MOOCs, hier vor allem zu nennen sind der MMC13 MOOC Maker Course und der eBookEVO sowie der Openreli-MOOC, die beide schon Lehrer als Zeilgruppe hatten, brachten mich dazu, über die Möglichkeit eines MOOCs für Schüler nachzudenken. Diese Idee diskutierte ich zunächst mit einigen Kollegen in meinem Wiki. Dann suchte ich auch das Gespräch mit meinen eigenen Schülern. Nachdem die Schüler das Prinzip eines MOOC verstanden hatten, kam es zu lebhaften Diskussionen und tollen Ideen. Die Ideen erstreckten sich über alle erdenklichen Themenbereiche, schulische aber auch private Interessenbereiche. Parallel zur Diskussion führte ich mit den Schülern auch eine anonyme Online Umfrage zum Thema MOOC in der Schule durch.

Die befragten Schüler stammten zum Großteil aus den Klassen 9 – 12 meiner Schule, aber auch aus anderen Gymnasien.

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Die Schüler wünschten sich eine klare Themenvorgabe für den MOOC. Als Thema kam dabei ein Thema, das den normalen Unterricht vertieft, aber lieber auch ein Thema, das im „normalen“ Schulunterricht nicht vorkommt in Frage. Genannt wurde hier z.B. die Vertiefung von schulischen Themen zur Vorbereitung auf Klassenarbeit oder Prüfung, aber auch Themen wie Prävention, Webliteracy, Games, Coding, Musik, Gesellschaftspolitik und verschiedene Hobbies.

Überraschend für mich war, dass die Schüler durchaus bereit waren, an einem MOOC teilzunehmen oder selbst einen MOOC zu veranstalten, dessen Kernzeit während der Ferien lag. Sie begründeten dies vor allem mit den dann größeren und flexibleren Zeitressourcen.

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Weniger überraschte mich die Aussage, dass es für die Schüler überhaupt kein Problem darstellte, dass sie die Kursteilnehmer nicht kennen und auch nicht live treffen würden. Sie begründeten dies mit der Möglichkeit sich eben im Kurs anonym und frei äußern zu können und auch andere und neue Freunde kennen zu lernen, die „eventuell auch ganz weit weg wohnen“. Auf die Rückfrage, ob die Anonymität, denn nicht auch die Möglichkeit bietet, Grenzen zu überschreiten, oder Diskussionen zu sabotieren, antworteten die Schüler durchaus gelassen und routiniert: „Nein, Herr Spang, da machen Sie sich mal keine Sorgen. Und das kann man ja auch entsprechend moderieren. Aber, wer in solch einem Kurs mitmacht, der will ja auch was lernen. Für LOL gibt es andere Foren…“.

Die Bereitschaft an einem Kurs mitzumachen war für die Schüler nicht an den Erhalt eines Zeugnisses oder sogenannten Badges geknüpft. Es ging ihnen vor allem um „Wissengewinn, eigenes Wissen anderen mitteilen und etwas neues kennenlernen“.

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Die Kursdauer sollte, da waren sich die Schüler wieder relativ einig, recht knapp sein und zwischen zwei bis drei Wochen liegen. Sie konnten sich auch gut vorstellen, Kursmaterialien selbst zu erstellen und mit anderen Teilnehmern zu teilen. Dies entspricht auch dem eigentlichen Gedanken vieler MOOCs freie Kursmaterialien bereit zu stellen, während des Kurses zu remixen oder neu zu produzieren und zu teilen. (OER – Open Educational Resources). Wichtig war ihnen auch, dass Kursmaterialien selbst verändert und angepasst werden können.

Die Frage nach der Art der bereitgestellten Medien ergab eine breite Streuung bei den Antworten, wobei die Tendenz zu Bildern und vor allem Videos klar zu erkennen war.

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Dies begründeten die Schüler auch damit, dass sie „viele Dinge schon heute bei YouTube ansehen und Antworten auf Fragen dort finden oder auch damit für die Schule oder Hobbies lernen“. Die meisten Schüler waren sich auch darüber einig, dass sie neue Themen besser behalten, wenn sie diese selbst heraus gefunden haben. Ambivalent war jedoch die Aussage, ob man besser lernt wenn alles genau vorgegeben ist, oder man eher selbstgesteuert für sein Lernen verantwortlich ist.

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Hier genau liegt auch ein Knackpunkt der MOOCs, denn freies, selbstgesteuertes Lernen und Partizipation ist eine Lernkultur, die im schulischen Bildungskontext nicht forciert wird. Um in einem MOOC aber erfolgreich zu partizipieren und nicht einer der vielen sogenannten Lurker zu sein, die eher still mitlesen und konsumieren, müssen selbstgesteuerte Lernkompetenzen, Kommunikationsbereitschaft, Kreativität aber auch kritisches Hinterfragen, also die bereits zu Beginn dieses Artikels zitierten 21st Century Skills gefordert und gefördert werden.

Die Frage, ob es denn technische Schwieirigkeiten gäbe, bei einem MOOC mitzumachen, sei es in Bezug auf Austattung, Internetzugang oder auch technischem Know How verneinten die Schüler. Hier „könnte man sich ja zusammen tun oder auch gegenseitig helfen“ und „mit der Webseite kommen wir schon klar“, Herr Spang.

Bei MOOCs an denen ich selbst als Experte teilgenommen habe, machte ich zwar andere Erfahrungen, aber das kann ja in der Tat am viel zitierten „Digital Gap“ liegen.

Tl;Dr?

Die Aussagen der Schüler die bereits aus dem Jahr 2013 stammen machen mir auch heute immer noch Mut einen solchen MOOC für Schulen in Angriff zu nehmen. Vielleicht finden sich Mitstreiter, um die Idee zu kultivieren und einen Versuch zu starten?

Viel spannender finde ich jedoch die Idee, dass Schüler selbst einen MOOC veranstalten, sozusagen als Unterrichtsprojekt mit einem oder besser mehreren Lehrenden als Mentoren – gerne auch vernetzt über das Internet an unterschiedlichen Schulen. Hier ist es auch sekundär, welche Schulformen beteiligt sind, denn die Experten des jeweiligen Themas bringen ihre eigenen Stärken ein und diese sind nicht an Schulformen gebunden.

Ein solches Lernsetting fördert die 21st Centrury Skills, komplexes Denken, macht Lernende zu Koproduzenten von Lernprozessen und schafft authentische Lernszenarien und Lebensweltbezug.

Kritiker werden sagen, dass die Technik nicht funktioniert, Lernende so etwas nicht leisten können und ohnehin schon „den ganzen Tag über diesen Dingern (PC, Smartphones) hängen, doch – wer sich nicht aus der Komfortzone heraus bewegt, nicht neue Wege erkundet wird keine Fehler machen und nicht daraus lernen können.

Fest steht, dass Schule und die Art wie wir in Zukunft lernen werden sich ändern wird, MOOCs könnten dazu vielleicht ein wenig beitragen, wer weiß das schon?

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