Openrelibook, #didacta14, digitale Schulbücher und Rollkoffer

Evangelisch-Katholisch: Das Openrelibook

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Pünktlich zur #didacta14 – Europas größter Bildungsmesse ist es soweit:

Ein weiteres eBook der KAScologne, das Themenbuch “Evangelisch-Katholisch” in Zusammenarbeit mit rpi-virtuell ist in der Nacht vom Donnerstag zum Freitag weltweit in allen 51 Apple-Bookstores online gegangen. Hier kannst du es  fürs iPad oder einen Mac mit installiertem iBooks kostenlos downloaden:

Bookstore

 

Aus der Einleitung des Buches:

“Die Inhalte dieses Buches wurden in großen Teilen durch Schülerinnen und Schüler eines Religionskurses der Klassen 6c/d der Kaiserin Augusta Schule, Köln erstellt Außerdem haben an diesem Themenheft noch Jörg Lohrer von RPI-Virtuell und André Spang mitgewirkt.”

Was kann man mit dem Buch machen?

Das eBook kann sofort im Unterricht eingesetzt werden, z.B. als Ideensammlung oder als Einstieg in das Thema. Es eignet sich besonders für die Klasse 6 aber auch in allen anderen Lerngruppen. Dies kann man selbst entscheiden.

Was muss man beachten?

Bitte bedenke, dass die Texte Aussagen und Meinungen und Ergebnisse der selbstständigen Arbeit der Schülerinnen und Schüler sind und kleinere Fehler enthalten können – wenn du unser Buch weiter verbessern willst, laden wir dich herzlich dazu ein, denn das gesamte Buch steht unter so genannter „Creative Commons cc-by-sa3.0“ Lizenz, d.h. du kannst es frei verwenden, verändern und unter gleichen Bedingungen weiter geben. Bitte nenne dabei die Namen der Urheber wie in unserem Buch bezeichnet. Wenn jeder mit seinem Wissen an diesem Buch weiter mitarbeitet, wird es immer besser – teile dein Wissen, ganz im Sinne des Teilens, von dem auch dieses Buch handelt. Wie kann ich dies tun? Die Inhalte werden zur weiteren Bearbeitung auf der Blogseite evangelisch-katholisch.openrelibook.digitales-religionsbuch.de bereitgestellt.

Besonderheiten: Apps und Videos

Im eBook sind neben Texten vor allem Bilder, Videos, Präsentationen und Apps und Games enthalten, die die Schüler selbst erstellt haben. Damit kann man spielerisch lernen und sich von einem “Lern”level zum nächsten durchspielen ;)

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Aus dem Buchtext:

LearningApps.org ist eine Plattform im Netz, auf der du eigene Apps erstellen oder auch bereits existierende nutzen kannst. Coole Sache, was? Du wirst App-Programmierer, und dann auch noch ein katholischer oder evangelischer App-Programmierer! Zunächst solltest du mal ein paar von unseren Apps testen und spielen. Manche Apps kannst du auch mit mehreren Spielern zocken. Auf jeden Fall lernst du auch was dabei – beim Spielen lernt man immer was ;) Hier bei uns lernst du natürlich was zum Thema „Evangelisch-Katholisch“. Wenn du genug gespielt hast, entwickle selbst kreative Ideen und stelle eine neue App zusammen. Das ist ganz einfach. Du kannst zunächst remixen, also eine bestehende App mit anderen Fragen und Antworten versehen. Dir fällt bestimmt was ein.”

Wir freuen uns, genau wie bei unsere ersten Produktion, dem Buch “Eucharistie” wieder über viele Downloads und vor allem über weitere Beiträge, die das eBook bereichern, verbessern und die Möglichkeiten des vernetzten, gemeinsamen Lernens über das Netz im kollaborativen Arbeitsprozess sichtbar machen.

Be a MAKER not a Taker – Explore.Create.Share!

P.S. Du hast kein iPad oder Mac? Dann lade die Open Reli Book PDF

 

 #didacta14

Die zu Beginn erwähnte Bildungsmesse Didacta fand dieses Jahr bereits zum achten Mal in Stuttgart statt. Sie ist die größte Bildungsmesse in Europa. In diesem Jahr präsentierten ca. 900 Aussteller Neuheiten, Bücher und Fortbildungen für Lehrende und Bildungsinteressierte. Wie in jedem Jahr nehmen die Angebote im Bereich digitaler Lehr- und Lerntechnologien und auch Materialien rasant zu:

Natürlich hat es uns (Jörg Lohrer von rpi-virtuell und mich) besonders gefreut, das gerade erschienen eBook “Evangelisch-katholisch” direkt und live vor Ort präsentieren und promoten zu können. Wie gerade en Vogue haben wir auch gleich ein “Selfie” gemacht ;)

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Praxisvortrag “mobiles Lernen mit Tablets”

Auch in diesem Jahr konnte ich als Referent bei dem Forum Unterrichtspraxis des Verband für Bildungsmedien einen Praxisvortrag zum Thema “mobiles Lernen mit Tablets, OER und Social Media halten. Dabei ging es um Erfahrungen und Praxisbeispiele aus den vergangenen drei Jahren iPads an der KAS. Die Präsentation fand großen Publikumszuspruch und auch interessierte Diskussionen im Nachgang. Die gesamte Prezi kann man hier ansehen.

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Podiumsdiskussion “Analog und digital: Welche Zukunft hat das Schulbuch”?

Bei der sich anschließenden Podiumsdiskussion im „Forum Bildung“ diskutierte ich zusammen mit Tobias Hübner (Lehrender und Blogger), Prof. Dr. Eva Matthes (Lehrstuhl für Pädagogik der Philosophisch-Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Augsburg, OER-Studie), Wolf-Rüdiger Feldmann (Geschäftsführer Cornelsen Schulverlage), Prof. Dr. Ritter (Ruhr Universität Bochum – Moderation) über die Frage: „Analog und Digital: Welche Zukunft hat das Schulbuch“. Die Diskussion wurde sehr kontrovers geführt und es ging, neben Entwicklungen im Bereich der digitalen Angebote der großen Schulverlage auch um OER (Open Educational Resources) und die Veränderung von Lernkulturen in der digitalen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts.

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Kleiner Hinweis: Neben bereits seit längerer Zeit verfügbaren Plattformen wie die digitale-schulbücher.de (die immer noch etwas Schluckauf haben) und dem bereits etablierten meinUnterricht.de haben die Cornelsen Schulverlage einen mutigen Aufschlag mit der Plattform scook.de gewagt. Da gerät also nun auch in Deutschland einiges in Bewegung.

#rollkoffer

Der Hashtag #rollkoffer ist wie in jedem Jahr auf Twitter der Renner in Verbindung mit #didacta, denn auch 2014 gab es wieder sehr viele Menschen mit Rollkoffern zum Büchersammeln zu sehen ;)

Soweit die kurze Zusammenfassung und nun viel Spaß mit dem “Evangelisch-Katholisch” Relibuch.

 

 

 

Makerspaces und KAS Junior-Experts

Makerspaces sind öffentliche Räume, an denen Tools und Materialien zu finden sind, um kreativ und produktiv werden zu können. In der Stadtbibliothek Köln gibt es einen solchen Makerspace: “Er ist ein offener Raum für neue Ideen, Potenziale und Do-It-Yourself-Projekte. Eigenes Tun steht im Vordergrund, vor allem aber der Spaß an der Sache! Nach einer kurzen Einführung kann man dort selbst die verschiedenen Themen und Techniken ausprobieren.” Im Makerspace geht es vor allem um die Nutzung von digitalen Technologien, Tablets, Apps, aber auch um Musik machen und Kunst.

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Die Lernenden der KAS haben nicht zuletzt durch das iPad-Projekt praktische Erfahrung und sind versiert im Umgang mit digitalen Medien, Apps und Web2.0 Technologien. Diese Erfahrungen wollen sie nun an eine breite Öffentlichkeit weitergeben und im besten Sinne “Lernen durch Lehren” praktizieren. In Kooperation mit der Stadtbibliothek Köln ist so das Projekt “KAS Junior-Experts” zustande gekommen, welches am Samstag, den 8.3.14 startet.

 

Schülerinnen und Schüler der Stufe 10  bieten dabei im Makerspace der Stadtbibliothek Köln sogenannte Maker-Workshops  zu einem Bereich der digitalen Medien und Apps in kleinen Teams an. Hierbei geht es z.B. um digitale Bildbearbeitung, Bloggen, Erstellung von Musikstücken und Videos am iPad, Produktion von eBooks, Upcycling und virtuelle 3D Konstruktion von Objekten und Gebäuden am PC oder Tablet.

Die beiden Schüler Max und Noah starten am kommenden Samstag, 8.3.14 von 12-14 Uhr mit einem öffentlichen Workshop zum Programm Sketch up. Besucher/Teilnehmer können sich über die offizielle Seite der Stadtbibliothek kostenlos anmelden.

Schülerinnen der KAS bei der Pressekonferenz zu KAS Junior Experts @ Makerspace

Schülerinnen der KAS bei der Pressekonferenz zu KAS Junior Experts @ Makerspace

Die Workshops der KAS-Schülerinen auf einen Blick (Alle Veranstaltungen finden in der Stadtbibliothek Köln Stadt):

1. SketchUp – Erstellung von 3D Zeichnungen, 8.3.2014, Samstag, 12-14 Uhr

Sie möchten gerne am PC kreativ arbeiten, eine Zeichnung zu erstellen. Sie wollten gerne den Bauplan eines Hauses entwerfen? Dann kommen Sie zu unserem Workshop!

Wir, Maximilian Peer und Noah Fantazi zeigen ihnen mit der Anwendung Google SketchUp 3D, wie sie ihre Vorstellungen realisieren können. Die App ist als kostenloser Download verfügbar, sodass sie im Workshop Erlerntes zu Hause weiter führen können.

Sie benötigen keine Vorkenntnisse, können aber gerne ihren eigenen Laptop mitbringen.

Dauer: 2 Stunden

 

2. Digitales Fotografieren I – Grundlagen und Bedienkonzepte von Digitalkameras, 28.3.14 Freitag, 17-19 Uhr

Im Workshop von Antonia Bornefeld und Daniil Belazovschi lernen Sie Grundlegendes zum Umgang mit ihrer digitalen Kamera, wie z.B. Einstellung der Blende, Belichtungseinstellungen, Objektiv- und Motivauswahl, Portraitfotografie und Urban-Fotos.

Bitte bringen sie zum Termin ihre eigene digitale Spiegelreflexkamera und wenn vorhanden ein Stativ mit. Vorkenntnisse benötigen sie nicht.

Dauer: 2 Stunden

3. Digitale Bildbearbeitung II – Grundlagen und Softwarebedienung, 29.3.14 Samstag, 12-14 Uhr

Aufbauend auf die Veranstaltung vom 28.3.14 (Digitales Fotografieren I), sollen in diesem Workshop Grundlagen von Bildbearbeitungssoftware gezeigt werden. Antonia Bornefeld und Daniil Belazovschi erklären ihnen die grundlegenden Funktionen von Bildbearbeitungsprogrammen, wie Photoshop, PaintNet uä.

In einem zweiten Schritt sollen eigene, am Vortag erstellte oder auf Speichermedium mitgebrachte Fotos bearbeitet werden.

Dauer: 2 Stunden

4. Wie erstelle ich einen eigenen Weblog? 4.4.14 Freitag, Samstag 16-18 Uhr

Sie schreiben gerne Texte, ihre Meinung, kommentieren gerne Bilder? Sie wollen gerne im Internet auf einer eigenen Webseite publizieren? Dann besuchen sie diesen Workshop.

Eva Rivkina zeigt ihnen wie man mit der kostenlosen Plattform Tumblr auf einfache Weise einen ansprechenden Weblog erstellt und mit Inhalten füllt.

Vorkenntnisse und Software wird nicht benötigt, einen eigenen Laptop können sie gerne mitbringen.

Dauer: 2 Stunden

5. iMovie – Filmproduktion auf dem iPad (oder iPhone), 3.5.2014, Samstag 12-14 Uhr

Im Workshop erfahren Sie von Niko Pitz, Pablo Borchert, Alex Melnik, Tomeu i Villalaonga wie man mit der App iMovie Filme direkt mit dem iPad aufnehmen und nach seinen Vorstellungen bearbeiten und bereitstellen kann.

Wir zeigen ihnen auch wie man Filme und Bilder mit Musik oder Moderation unterlegt. Sie benötigen keine Vorkenntnisse. Ein iPhone oder iPad können sie mitbringen, wenn vorhanden.

Dauer: 2 Stunden

6. eBooks selbst erstellen auf dem iPad, 10.5.13, Samstag, 12-14 Uhr

Sie wollten schon immer ein mal Gutenberg spielen? Ein eigenes Buch herstellen und über das Netz bereitstellen?

Wir, Niko Pitz, Pablo Borchert, Alex Melnik, Tomeu i Villalaonga zeigen ihnen, wie das geht. Mit der App Creative Book Builder kann man auf dem iPad eBook mit Texten, Bildern und multimedialen Inhalten im handumdrehen produzieren.

Für den Workshop benötigen Sie keine weiteren Vorkenntnisse, aber eine gute Buchidee!

Dauer: 2 Stunden

7. Vine und Instagram – Fotos und Kurzvideos mit dem iPad erstellen und Teilen, 17.5.14, Samstag, 12-14 Uhr

Sie wollen Fotos und Videos veröffentlichen, ohne großen Aufwand betreiben zu müssen? Mit kleinen Tricks können Sie die neuesten Urlaubs- oder Tierbilder (etc.) kreativ bearbeiten, verbessern und teilen. Wir, Laura Bauer und Mimi Zak, zeigen in unserem Workshop die beiden kostenlosen Apps Vine und Instagram mit denen dies möglich ist. Vorkenntnisse benötigen Sie keine. Wenn sie bereits ein Smartphone besitzen, können sie die beiden Apps im Vorfeld des Workshops installieren.

Dauer: 2 Stunden

8. 123D Creature – Digitales Modeling auf dem iPad, 24.5.14. Samstag, 12-14 Uhr

Sie sind interessiert sich künstlerisch am iPad auszutoben? Wir, Laura Bauer und Mimi Zak, zeigen in unserem Workshop wie man mit der kostenlosen App Skulpturen und Figuren erstellt. Am Ende des Workshops haben sie sogar die Möglichkeit, die von ihnen erstellten Figuren am 3D Drucker der Stadtbibliothek auszudrucken und mit nach Hause zu nehmen.

Sie benötigen für unseren Workshop keine Vorkenntnisse aber eine kreative Idee.

Dauer: 2 Stunden

9. Webdesign leicht gemacht, 24.05.2014 | 12-14 Uhr

Eine eigene Website ist Aushängeschild, Visitenkarte und Heimat. Timon Göttker (KAS) zeigt Ihnen, wie Sie mit dem Programm Serif WebPlus X5 eine professionelle und ansprechende Website selbst gestalten. Ob für Ihr Hobby, Ihr Unternehmen oder Ihr Ferienhaus – Anwendungsmöglichkeiten gibt es viele. Sie brauchen keine Vorkenntnisse.

Hinzu kommen noch 4 weitere Workshop im Bereich bildende Kunst. Das Gesamtprogramm gibt es hier.

“Be a Maker not a Taker!”

Makerspace März bis Juni 2014

Happy Birthday: 3 Jahre #ipadKAS

Heute, am 1. Februar 2014 wird das Projekt iPad-KAS “Mobiles Lernen an der Kaiserin-Augusta-Schule” 3 Jahre alt ;)

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Die spannendste Frage zu erst: Hat es sich bewährt?

Ja!

Viele tausend Einsatzstunden – mittlerweile habe ich aufgehört diese aus den doodle-Tabellen des Reservierungssystems zu addieren – sind zusammen gekommen, die Nachfrage durch die Kolleginnen und Kollegen und die Motivation unter Schülern ist ungebrochen. Ausfälle oder sonstige Probleme bei der Nutzung sind zu vernachlässigen: 1 Glasbruch bei 60 Devices und mehreren tausend Einsatzstunden = Peanuts; keine Diebstähle oder Vandalismus durch Schüler = verantwortlicher Umgang. Detaillierte und anonymisierte Umfragen gab es bereits, z.B. hier (nach 6 Monaten) oder hier (nach 1,5 Jahren).

Was haben wir damit gemacht?

Langsam anfangen…

Ehrlich gesagt, fand ich es sehr erhellend, mir den Blogeintrag zum Start des Projektes aus dem Jahr 2011 durch zu lesen. Dort ist noch eine klare Übertragung von “traditionellen” (papiergebundenen) Arbeitsmethoden in die digitale Welt zu erkennen. “Aufgaben” wurden per Mail an die Lernenden geschickt, freie bzw. selbst bestimmte Arbeitsformen oder Kollaboration war da noch nicht zu erkennen:

1. Sichere die angehängte Datei in iBooks 2. Beantworte die Fragen und schreibe deine Antworten in der App Pages auf. Recherchiere ggfs. im Internet. Maile deine Arbeitsergebnisse aus Pages an mich zurück und zwar an folgende Adresse: macbookkas2@xxxxxxx   Sende die Datei dabei im PDF-Format aus Pages ab. Wenn du nicht fertig geworden bist, maile dir die Datei als Worddokument an deine eigene Mailadresse zur häuslichen Weiterarbeit. 3. Höre das angehängte MP3 an und beschreibe den Charakter der Musik. Lege die Schwerpunkte auf klangliche Entwicklung, Tempoänderungen und Tonalität. Nutze für deine Stichpunkte/Mindmap das App Popplet und maile das Ergebnis als PDF an mich zurück….”

Klar, wurden auch schon Apps genutzt, aber davon gab es auch noch nicht wirklich viele im App-Store. Videoschnitt, App-Produktion, 3D, Google+, Instagram, Tumblr, Coding mit Hopscotch? Fehlanzeige! Auch das zur Standardausstattung gehörende “Garage Band” war damals noch nicht verfügbar.

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Kollaboration als Ausgangspunkt

Vernetzende Arbeit per Wiki und Blog gab es aber schon, wie man hier und hier lesen kann und wie vor allem auch der Beitrag vom Februar 2013 (also zum 2-jährigen Jubiläum) “am Anfang war das Blog….” deutlich macht. Die Arbeit mit solchen PLEs (Personal Learning Environments) stellt die eigentliche, kollaborative und selbst bestimmte Arbeitsweise dar, die mit ständig verfügbarem Internet und mobilen Geräten erst wirklich und problemlos möglich wird. Die Arbeit mit Wikis wurde sukzessive ausgebaut, machte viele, spannende Projekte möglich und gipfelte im Launch des offenen “SchulWiki Köln” für alle 300 Kölner Schulen durch das Amt für Schulentwicklung.

… und dann?

Die Anzahl der Kollegen, die die iPads mit ihren Lernenden nutzten stieg kontinuierlich an. Nach einer anfänglichen “Beobachtungsphase” zum Projektstart trauten sich immer mehr auf “unsicheres Gebiet” ;) Heute ist es so, dass die Tablets nur noch nach Schulschluss “in den Stall”, sprich an die Ladestationen kommen und während des Schultages immer im Einsatz sind. Die Anzahl der verfügbaren Apps im Zusammenspiel mit der Leistung der Geräte (die 2. Tranche, die wir bekommen haben sind iPads der 4. Generation) ermöglicht es nun problemlos Musik, Filme, Präsentationen zu erstellen und vieles zu realisieren, was zu Beginn des Projektes manchen Laptop vor unlösbare Aufgaben stellte und unsere Phantasie überforderte – dabei sind erst 3 Jahre vergangen.

fertiges iBook auf dem iPad

fertiges iBook auf dem iPad

Ein großes Highlight war auch die Möglichkeit, lokal auf den Devices eBooks mit entsprechenden Apps zu erstellen und zu teilen. Dies ist eine willkommene Projektaufgabe bei Lernenden und Lehrenden. Auch professionelle Präsentationen mit Bildern, Videos, Links und Transitions, die  - wie mir gestern begeistert eine Kollegin berichtete – “in der Doppelstunde Bio von Arbeitsteams direkt mit Keynote erstellt und am Ende der Doppelstunde auch noch schnurlos per AppleTV und Beamer von den Schülern präsentiert wurden”, wären, wie sie weiter sagte “so im PC-Raum in der Kürze der Zeit nicht zu realisieren gewesen – eine tolle, motivierende Stunde”. Recherche und Materialsuche kann dabei direkt online auf den Tablets ausgeführt werden.

Auch im mündlichen Abitur in Musik kamen die iPads bereits zwei mal zum Einsatz. Hier ging es um “Musikproduktion mit dem iPad” – ebenso wie in einem Projektkurs, den ich vor 1,5 Jahren angeboten hatte.

Weitere “Highlights” waren z.B. das erste, gemeinsam erstellte iBook im Fach Religion und dessen Publikation im Apple Bookstore, eine enge Zusammenarbeit mit der Zentralbibliothek der Stadt Köln, in deren “Makerspace” KAS Schüler die Möglichkeiten der Musikproduktion mit dem iPad interessierten Bürgern der Stadt Köln in selbst durchgeführten Workshops nahe brachten.

Lehrwerke

Leider warten wir immer noch – wie auch viele andere Tabletklassen in Deutschland auf die breite Verfügbarkeit der funktionierenden digitalen-schulbücher, aber: Gut Ding will bekanntlich Weile haben ;) Immerhin entwickelt sich ja im Bereich der #OER (also Open Educational Resources) Einiges und vielleicht wird dies – wie bereits in einigen anderen Ländern – irgendwann zu einer Alternative oder Ergänzung der “Schulbücher”. Besser in das digitale Zeitalter passen die OER auf jeden Fall, denn man kann sie “remixen” und “teilen”.

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Was machen wir heute?

Einer wirklichen Veränderung der Lernkultur stehen immer noch Prüfungen und Vorgaben entgegen. Man sollte sich aber  - gerade in einem Land wie Deutschland – fragen, ob es in einer digitalen Gesellschaft nicht anderer Kompetenzen bedarf, die durch bestehende Lehrpläne und Prüfungen nicht ausreichend gefördert werden. Die sogenannten “4 C’s (Collaboration, Communication, Creativity, Critical Thinking) der Kompetenzen des 21. Jahrhunderts” finden meines Erachtens noch zu wenig Beachtung.  BYOD: Vielleicht gilt es auch, bestehende Hausordnungen zu überdenken und vorhandene, in Schülerbesitz befindliche Geräte sinnvoll und vor allem konstruktiv in das Unterrichtsgeschehen einzubinden.

Erfreulich ist es, dass unser Projekt der “Bildungslandschaft Köln” wie es scheint, ein Vorbild war, denn mittlerweile haben sich hier 14 weitere Schulen aller Schulformen auf den Weg gemacht und nutzen Tablets im Unterricht! Gemessen an ca. 300 Schulen natürlich ein Tropfen auf den Stein, aber dessen stetes Tropfen höhlt bekanntlich… ;)

Wir sind nach 3 Jahren stets dabei, Neues zu probieren und Interesse und Motivation der Lernenden zu wecken und sie bei der Nutzung von Medien kompetent und kritisch zu machen.

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Im Rahmen des bald, am 11.2. statt findenden “Safer Internet Day 2014” unter dem Motto “Let’s create a better internet together”, zu dem wir in diesem Jahr wie auch in den vergangenen Jahren wieder eine Aktion beisteuern, wird der Musik Grundkurs eine Live Sendung produzieren. Dies wickeln wir über das Tool “Google Hangout OnAir” ab, mit dem der Kurs bereits seit den Sommerferien eine wöchentliche, weltweite Livesendung zu unterschiedlichen Themen der Musik selbst produziert.

Die Kollegen in Physik und Informatik/Dif haben ebenfalls spannendes im Repertoire:

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Ein Klassensatz “Lego Mind Storms” bringt “Robotics” in die Schule. Mit diesen programmierbaren Lego Robotern können die Lernenden handlungsorientiert informatische Grundlagen erfahren und werden bestimmt großen Spaß am “Lernen” haben. Natürlich lassen sich die Robots mit entsprechender App auch per iPad steuern.

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Ebenfalls neu im Programm sind “Pasport Airlink” Systeme, mit denen sich Messungen jeglicher Art, vor allem in Physik durchführen lassen: Geschwindigkeiten, Schwingungen, Temperatur uvm. Das iPad stellt die Messergebnisse graphisch dar und hilft bei der Auswertung.

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Es bleibt also weiter spannend, es wird getwittert, gebloggt und gecoded, aber vor allem – gelernt.

Happy Birthday, alle iPads an Board und aufgeladen für das 4. Jahr ;)

A. Spang

Arbeitsfelder 2014

Willkommen zurück und auf ein neues, mobiles Jahr 2014!

Zu Beginn eines neuen Jahres macht man sich gute Vorsätze.
Diese Tradition möchte ich auch für #ipadKAS adaptieren. Denn was ist schon ein Projekt ohne klares Ziel ;)?
Welche Ziele – oder nennen wir es „Arbeitsfelder” können dies sein?
Chris Lehmann: Schooltech should be like oxygen
#BYOD: Bring Your Own Device (Nutzung eigener, bereits im Besitz der Lernenden befindlicher Geräte) – dies wird viel diskutiert, z.b. hier . Es wäre durchaus eine spannende Sache, gemischte Systemlandschaften zu testen, d.h. innerhalb einer Lerngruppe nur zum Teil auf iPads der Schule zu setzen und auf der anderen Seite auch im Besitz der Schüler befindliche Geräte (Smartphones, Laptops, Tablets) einzubinden. Ein erforderliches W-Lan wird ja durch die in den iPad-Transportkoffern befindlichen, mobilen Wlanstationen bereitgestellt. Hinzu kommt, dass es an meiner Schule nun auch eine “inhouse“ Wlanversorgung mit einem sogenannten „Aerohive-System” gibt, deren Nutzung allerdings erst noch diskutiert werden muss. Verbietet die Hausordnung der KAS – wie Hausordnungen vieler anderer Schulen auch – die Handynutzung ausserhalb des Unterrichts, so “entscheidet die jeweilige Lehrperson über die Handy-/Smartphonenutzung als Arbeitsmittel im Unterricht.”
Vor allem soll es natürlich darum gehen, die Lernenden (und Lehrenden) in der konstruktiven Nutzung ihrer Devices und des Internets anzuleiten, wie es z.B. auch Kollege Torsten Larbig in seinem “Rant’ für digitale Bildung” darstellt und fordert. Die Herausforderung besteht immer weniger in der Verfügbarkeit digitaler “Kulturzugangsgeräte”, denn in ihrer Nutzung zur Kollaboration, Produktion und Erweiterung bereits bestehender Lernkonzepte. Wie soll dies aber gelingen, wenn Lernende und Lehrende das Netz nur als Rechercheplattform (Wikipedia oder “Gelbe Seiten “) oder Ort zum Chatten und Gamen betrachten und bei Bezeichnungen wie Etherpad, Blog, Googledrive oder OER ein großes Fragezeichen im Gesicht haben. —> Arbeitsfeld 1
#Fortbildung: Um die Kolleginnen und Kollegen weiter zu unterstützen und ihnen Mut zum Einsatz digitaler Technologien zur Kollaboration und zur Förderung des selbstbestimmten Lernens zu machen, möchte ich ab sofort eine Art „offene Sprechstunde“ anbieten. Dies soll unter dem Titel „Tech-Support“ laufen. Am liebsten ist es mir, wenn die Kollegen mit konkreten Fragen und Anliegen kommen. Ich könnte mir vorstellen, dass man über generelle Einsatzmöglichkeiten von Smartphones im Unterricht (jenseits von Recherche) als Werkzeug spricht. Ideen gibt es viele: Schreiben auf einem Etherpad, eine WhatsApp Gruppe für Englischvokabeln, Twitterhashtags über IFTTT sammeln, kleine Wikiseiten beschreiben, Audiointerviews aufzeichnen, Apps ausprobieren oder einfach nur, die korrekte Verkabelung des Beamers schaffen. —> Arbeitsfeld 2
#Video/Googleplus-Hangout: In der Erstellung von Videocontent sehe ich eine große Chance, Lernszenarien zu verändern. #flippedclassroom ist hier ein Schlagwort: Lehrervorträge werden als Video aufgezeichnet und vorbereitend bereitgestellt. In der Stunde kann dann an Fragestellungen gearbeitet und geübt werden. Es steht mehr Zeit zur Verfügung. Davon abgesehen, finden sich im Netz für fast alle Fragen entsprechende Videotutorials und natürlich auch Expertenvorträge. Wie finde ich den „richtigen“ und auch qualitätsgesicherten Content ist hier die große Frage. Viel spannender finde ich es, mit den Lernenden selbst solche Tutorials zu erstellen. Kurzvideos (z.B. mit Vine oder Instagram) sind gar nicht so leicht zu erstellen, denn die wesentlichen Inhalte werden hier in einen extrem kurzen Zeitraum gepresst (7 bzw. 16 Sekunden). Es lebe die didaktische Reduktion ;) Noch spannender ist es, per Google+ gleich eine Live-Sendung im Netz zu produzieren und anschliessend auf YouTube zu archivieren. Dadurch werden Unterrichtsräume wirklich transparent. Das hat natürlich viele Haken und Ösen – leichter gebloggt als getan. Solche Google-Hangouts werden aber zur Zeit geradezu inflationär in „MOOCS“ (Massive Open Online Courses) genutzt, um Dozenten und Partizipierende live in einem Videochat zusammen zu bringen. Eine tolle Möglichkeit, vernetzt und weltweit zusammen zu lernen. Einen solchen MOOCiS (also einen Massive Open Online Course in School) zu starten, schwebt mir schon lange vor. Mal sehen, ob es dieses Jahr klappt?! —> Arbeitsfeld 3
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#Apps: Das vergangene Jahr war eher weniger an der Nutzung von Apps ausgerichtet. Klar werden auf iPads Apps eingesetzt. Arbeitsschwerpunkt war aber vornehmlich das Netz, Wikis, Twitter und Blogs. —> Arbeitsfeld 4: Dieses Jahr möchte ich im Sinne von „Back to basics“ wieder den Focus auf Apps legen. Auch im Rahmen der #Fortbildung schliesst sich hier der Kreis. Und Apps sind „greifbarer“ und nicht so abstrakt wie Wikiseiten etc. Da kann man direkt was mit anfangen. Heute zum Beispiel war es ein großer Spaß für die Lernenden meiner Klasse 6 mit Keynote in Religion Kurzpräsentationen zum Themenfeld „evangelisch – katholisch“ zu erstellen. Ausgangspunkt war natürlich eine selbst erstellte Wikiseite ;) wobei wir auch gleich beim nächsten und letzten Arbeitsfeld wären…
#OER – Open: Ein Thema, das mich schon länger umtreibt. Im letzten Jahr  - meine persönlichen Highlights: Das OERkoeln13 und die Publikation eines von Lernenden erstellten „eBooks“ im Bookstore und auf einem Blog. Hier will ich mit meinen Lernenden dran bleiben und auch mehr Kolleginnen und Kollegen mitnehmen. Aus zuverlässigen Quellen hörte man, dass es ein OERkolen14 geben könnte ;) Wir werden sehen. Und auch die Werkstatt.bpb die im letzten Jahr einen grandiosen Auftakt mit OED (Open Educational Development) gemacht hat, wird bestimmt am Ball bleiben. Die ZUM.de (Zentrale für Unterrichtsmedien) mit ihren Wikis und dem Angebot auf iTunesU und – für mich als Religionslehrer sehr interessant – die Angebote von RPI-Virtuell möchte ich weiter nutzen und unterstützen, denn „sharing is caring“! Dazu passt auch der wöchentliche #EDchatDE, den ich zusammen mit dem, bereits oben erwähnten Kollegen Larbig nun schon zum 17. Mal moderieren und, der wachsenden Zuspruch unter Lehrerinnen und Lehrern findet.  —> Arbeitsfeld 5.
tl;dr: (Kurzfassung)
#BYOD wird ein immer wichtigeres Thema werden, daran müssen „wir“ arbeiten, es braucht: W-Lan, Konzepte und Mut zum Change. Kolleginnen und Kollegen müssen fortgebildet werden, sich fortbilden wollen und dazu brauchen sie Zeit, nicht immer neue Aufgaben. #Videos, Videochats, #MOOCs und natürlich auch #Apps (Web-Apps und OS-Apps) sind die Lernwerkzeuge und Plattformen des 21. Jahrhunderts. #OER – freie und offene Bildungsmaterialien für Alle und ein Lizenzrecht für das 21. Jahrhundert, damit weltweites und lebenslanges Lernen möglich wird – hier gilt es weiter zu machen und voran zu denken!
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Ein gutes und produktives 2014!
A. Spang

2013 im Rückblick: Made by WordPress

Wie in jedem Jahr haben die “WordPress.com-Statistik-Elfen” haben einen Jahresbericht 2013 für dieses Blog erstellt. Hier geht es vor allem um Zahlen. Interessant ist er trotzdem, deshalb möchte ich ihn euch nicht vorenthalten. Viel Spaß beim Lesen…

Hier ist ein Auszug:

Die Konzerthalle im Sydney Opernhaus fasst 2.700 Personen. Dieses Blog wurde in 2013 etwa 42.000 mal besucht. Wenn es ein Konzert im Sydney Opernhaus wäre, würde es etwa 16 ausverkaufte Aufführungen benötigen um so viele Besucher zu haben, wie dieses Blog.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Das war 2013: 35 Monate #iPadKAS, #lrn21 Review

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Liebe Leserinnen und Leser dieses Blogs!

Ein weiteres Kalenderjahr im Projekt nähert sich dem Ende – im Februar 2014 sind es dann auch wirklich ganze 3 Jahre “iPadKAS”!
Viel war los im #Neuland und im #RL (RealLive) in diesem zur Neige gehenden Jahr!

Was denn so?

Ein paar Schlagworte (Neudeutsch: Hashtags): #HourOfCode #drosselkom #snowden #groKo #schlandkette #merkelphone #tabletoffensive #breitbandoffensive #PISA #surface #iPadAir #JIMstudie2013 #google+ #nsa #aufschrei #kompetenzen #mooc #edchatDE #datenautobahn #neinquarterly #facebook #twitter #ebook #ibook #OER #123D #makerspace #schulwiki #reformsymposium #didacta #neuland #mandela #blogs #OERkoeln13 Reihenfolge: Beliebig!

#tags2013 cc-by-sa3.0 @tastenspieler

#tags2013
cc-by-sa3.0 @tastenspieler

Alles beim alten?

Bildung und Schule scheinen davon in Deutschland nicht besonders berührt zu sein. Es #läuft wie gehabt. Andernorts. Vielerorts. Meistens. #oderso

Status Quo-KAS

Unser Projekt hat sich bewährt und ist im Kollegium akzeptiert. Viele Kolleginnen und Kollegen nutzen die iPads mit ihren Lernenden, oft zur Recherche, aber auch Videos, Texte, eBooks und Interviews werden damit erstellt, Wikiseiten beschrieben, Blogs gefüllt, getwittert, geYouTubed. Wir gehen mit unseren mittlerweile 60 iPads 1-4G, 2MacBookPro und 6 mobilen Rollkoffern mit W-Lans nun dem Ende des dritten Jahres des mobilen Lernens entgegen. Ein paar Zahlen auch an dieser Stelle: Die iPads sind jetzt mehr als 4000 Stunden im Einsatz, mehr als 50 Kollegen setzen diese mehr oder weniger häufig im Unterricht ein, ich nutze sie fast ausschließlich, verzichte gänzlich auf Papier (#papierfrei) und Buch (#print). Technische Ausfälle sind selten und so wenig spektakulär wie fehlende Kreide. Das Projekt iPadKAS steht immer noch stark im allgemeinen Interesse: Schulen, Kollegen, Kongressveranstalter, Schulverlage, Ministerium, TV und Medien klopfen regelmässig an, besuchen Unterrichtsstunden und wundern sich über selbstständige und medienkompetente Arbeitsweise der Lernenden im Umgang mit Device, App, Cloud und vor allem Lernstoff. Erfreulicher Weise gibt es bundesweit mittlerweile sehr viele Bildungseinrichtungen (über 200), die im Bereich des mobilen Lernens unterwegs sind, teils in vergleichbaren 1:n Ausstattungen (mit in der Schule verbleibenden Devices) oft aber auch mit 1:1 Ausstattungen ganzer Klassen und Jahrgänge. Die Geräte sind dabei von Herstellern unterschiedlicher Plattformen, meist iOS und Android. In Köln sind nun mehr als 10 Schulen aller Schulformen mit iPads an den Start gegangen. Es scheint sich etwas zu tun im Lande, wenn wir auch im internationalen Vergleich im Bereich des Lernens mit digitalen Medien weit abgeschlagen sind. Deutsche Gründlichkeit vor #forwardthinking ?

W-Lan: Free your Wifi?

Seit ein paar Wochen gibt es sogar ein Wlan für die ganze Schule, welches nun zunächst von den KollegInnen genutzt wird. Ob man im Sinne eines #BYOD-Modells (Bring Your Own Device) das W-Lan dann auch für Schülerinnen und Schüler bereitstellt und diese sich mit ihren eigenen, bereits im Besitz befindlichen Geräten damit verbinden, bleibt noch zu diskutieren – ist m.E. aber sehr zu begrüßen und wird andernorts schon so praktiziert. Für #iPadKAS bedeutet ein solches W-lan, dass sich die Schüler mit den Tablets noch freier im Haus und auch in der unmittelbaren Umgebung (auf dem Schulhof bzw. vor dem Gebäude) bewegen könnten und dabei immer mit dem Netz verbunden wären. Wir werden sehen…

free Wifi: Domplatte Köln

free Wifi LogIn Maske auf Smartphone: Domplatte Köln

Erfreulicherweise beginnt die Stadt Köln damit, öffentliche Plätze in Köln (beginnend mit dem Domplatz) mit freiem W-Lan auszustatten. Diese W-Lan-Offensive im Rahmen der Internetstadt soll sukzessive ausgebaut werden. Eine tolle Angelegenheit für Köln: Freies W-Lan für freie Bürger.

Vielleicht wird dies ja auch irgendwann Wirklichkeit an deutschen Schulen? Die Realität sieht jedoch noch ganz anders aus. Aber immerhin gibt es jetzt einen “Internetminister” der sich um schnelles Internet und die Datenautobahn kümmern wird. Auf die Ampeln sind wir schon gespannt ;) Angesichts der atemberaubenden Entwicklungen im Bereich des mobilen Internets erscheint das als sehr sinnvoll, wie uns zumindest das kleine Filmchen klar machen will:

Die JIM-Studie 2013

Gerade vor 2 Wochen ist die aktuelle JIM-Studie 2013 erschienen, sie darf hier nicht unerwähnt bleiben, bietet die Studie doch wichtige Einblicke in das Mediennutzungsverhalten der Jugendlichen. Beispielsweise zeigt sie, dass die Nutzung des mobilen Internets bei Jugendlichen mittlerweile zu einer Selbstverständlichkeit geworden ist. Mit dieser Aussage decken sich auch Äußerungen meiner eigenen Schüler, die z.B. schon in Klasse 5 zu 3/4 einer Klasse mit eigenen Smartphones versorgt sind und “dafür schon eine Flatrate für Internet, SMS und Telefonie haben”, wie mir ein Schüler vor ein paar Tagen bestätigte. Diese Smartphones sind leistungsfähige Computer, die durch einen Internetzugang Informationen zu jeder Zeit zur Verfügung stellen und darüber hinaus Apps und die Möglichkeit zur Kommunikation und Kollaboration bereit stellen – unabhängig von Zeit, Ort und Entfernung. Bildungseinrichtungen finden in der Regel aber nur eine Antwort auf diese Mediennutzung: Das Verbot der Nutzung der Devices. Interessant finde ich auch, dass das TV immer mehr in den Hintergrund des jugendlichen Interesses tritt oder – wie man so schön sagt – zum “Second Screen” wird, d.h. neben den TV-Bildschirm tritt der parallel genutzte Screen des Smartphones, Tablets oder Laptops. YouTube hat die Beliebtheit weiter ausgebaut – es ist nicht “das TV des Internet” sondern zu einer regelrechten Community geworden, auf der nicht nur lustige Katzenvideos geschaut, sondern auch vieles “gelernt” und Informationen geteilt werden. Auch “professionelle” Bildungsanbieter sind dort mit ihren Lernvideos vertreten, v.a. stammen diese noch aus den USA. The “Textgeneration”: Allen Unkenrufen zum Trotz schreiben die Jugendlichen mehr denn je – allerdings per WhatsApp oder FaceBook Messenger, denn diese beiden sind die wichtigsten Apps auf dem jugendlichen Smartdevice. Wer mehr lesen will: Eine gute Auswertung und Übersicht der JIM13 findet man bei @gibro.

Review – was ist dieses Jahr passiert?

Das #iPadKAS-Jahr 2013 im Schnelldurchlauf:

  • Der Januar stand ganz im Zeichen der WIKInger, d.h. es wurde viel mit der offenen Lernplattform, dem KAS-Wiki und dem SchulWiki-Köln gearbeitet. Ein sehr gutes Beispiel einer solchen, gemeinschaftlichen Erstellung und kontinuierlichen Verbesserung einer Wikiseite und auch ein Beweis dafür, welche Kraft in der Kollaboration vieler Individuen steckt, lieferte unlängst ein Gemeinschaftsprojekt der Klassen 8 und der jetzigen 9er (die bereits in der 8 damit begonnen hatten) im Fach Physik. Es handelt sich um die Wikiseite “Licht und die Linsengleichung” die eine Sammlung an Experimenten, Formeln, Erklärvideos, Versuchsbeschreibungen und Quizzes enthält und dieses Thema sehr gut nahebringt – besser vielleicht als manches Unterrichtsbuch ;) Die Seite zeigt, dass es funktioniert, dass Schüler/Innen für andere Schüler/Innen Hefteinträge und Materialien zum laufenden Unterricht erstellen, um sich stoffliche Inhalte gegenseitig zu erklären und diese Inhalte dadurch selbst besser zu lernen (Lernen durch Lehren, selbstbestimmtes Lernen, Partizipation).
  • Im Februar, just am 2. Geburtstag unseres Projekts verdoppelte sich die Zahl unserer iPads von 30 auf 60. Ausserdem wurde in diesem Monat besonders viel gebloggt, “Back to the Roots” sozusagen: “Am Anfang war das Blog” – so könnte man sagen, denn die Notwendigkeit ein Projekt mit mobilen Endgeräten in die Schule zu bringen ergab sich nicht zuletzt aus dem verstärkten Arbeiten mit zahlreichen Weblogs und Wiki. Mit dieser Art der kollaborativen Arbeit im Netz des Web2.0 haben wir an der Kaiserin Augusta Schule Ende des Jahres 2009 verstärkt begonnen. Um den Lernenden einen medienkompetenten Umgang mit dem Netz, verschiedenen Anwendungen und auch mobiles Arbeiten im Unterricht zu ermöglichen, kamen die Tablets und in unserem Fall das iPad mit seinem Erscheinen im Jahr 2010 gerade richtig.”

Relirookies

  • Im März lag der Schwerpunkt der Arbeit auf der Erstellung von eBooks und iBooks. Diese “Books” werden von den Lernenden der KAS auf den iPads mit dem Creative Book Builder (CBB) komplett erstellt oder zunächst vorproduziert und dann mit der kostenlosen, aber nur für Mac verfügbaren Software ” iBooks Author” fertiggestellt.
  • Im April, rechtzeitig zum “Welttag des Buchs” erschien das erste, komplett durch die Lernenden der KAS produzierte iBook “Eucharistie” zunächst als kostenloser und unter CreativeCommons-Lizenz stehender Download über den Weblog iSchulbuch.wordpress.com . Das gesamte Buch wurde durch die Religionsgruppen Katholische Religion der Stufen 8 und 9 in kollaborativer Arbeit über das Wiki der Schule zunächst vorproduziert und dann mit iBooks-Author als iBook finalisiert.

eucharistie

  • Im “wunderschönen Monat Mai” – fand das mündliche Abitur in Musik, wie bereits im Jahr 2011 unter dem Einsatz des iPads statt. Die Prüflinge produzierten Songs mit der App GarageBand. Weitere Infos gibt es hier.
  • Der Juni stand ganz im Zeichen von OER, also freien Bildungsmaterialien. Es gab einen massiv-offenen-Onlinekurs den (COER13) dazu und auch eine Veranstaltung der Werkstatt.bpb in Berlin zum Thema OED (OpenEducationalDevelopment) und die Ankündigung des ersten Barcamps zu OER in Köln, dem OERkoeln13.
  • Im Juli war es dann endlich soweit und das erste von Schüler der KAS erstellte ibook der KAS stand ab sofort weltweit zum kostenlosen Download im Apple Bookstore bereit. Außerdem gab es im Juli noch eine schulinterne Fortbildung für die KAS-kollegen zum Thema mobiles Lernen mit iPad, App und Cloud. Dann war erst mal Sommerpause :)
  • Im September standen Fortbildungen ebenfalls auf der Tagesordnung und zwar Fortbildungen in und um offene Formate. Zunächst war der September der Startmonat des ersten, deutschen “Twitterchats” für Lehrende, dem sogenannten #EDchatDE.

    EdchatDE

    Dieser findet seit dem immer Dienstags um 20-21 Uhr auf Twitter statt. Weitere Infos erhältst Du im #EdchatDE-WikiAußerdem fand ebenfalls im September das bereits erwähnt erste Barcamp Kölns zum Thema OER – Open Educational Resources statt, das OERkoeln13!

  • Der Oktober war “international” ;) In der Zeit von Freitag, 11.10. bis Sonntag, 13.10. fand die weltweit größte, offene Onlinekonferenz im Bereich Bildung, die sogenannte “Reform Symposium Online Conference” oder kurz RSCON4 statt. Die Zahl “4″ steht dabei für die vierte Konferenz dieser Art in Folge. Die Konferenz steht im Zeichen des “Connected Educator Month“, der im Monat Oktober ebenfalls stattfindet. Beide Veranstaltungen wollen Lehrende weltweit über das Netz und Soziale Netzwerke wie Twitter vernetzen, damit alle voneinander lernen und partizipieren können. Es lohnt sich auf den entsprechenden Plattformen vorbei zu schauen oder auf Twitter unter den Hashtags #RSCON4 , #CEM bzw. #CE13 zu lesen. Über 10000 Lehrende aus mehr als 100 Ländern der Erde sind hier “connected”. Im Rahmen des #RSCON4 gibt es Keynotes, Panel Discussions und mehr als 100 – Online Sessions. Als einziges deutsches Beispiel erhielt ich die Möglichkeit, das iPad-Projekt der KAS als Online-Session während der Conference zu präsentieren. Cool!
  • Im November stand Video im Mittelpunkt. Wir produzierten mit der App “Vine” kurze “Lernvideos” die per Twitter bereit gestellt wurden. Außerdem ging die erste KAS-Live-TV Sendung per Google-Hangout OnAir auf Sendung, die seit November wöchentlich von meinem Musikkurs 11 produziert und immer um 9.30 Uhr live aus dem Musikraum per google+ übertragen wird.

KAS Musik TV OnAir

  • Im Dezember gab es neben einem durch die Klasse 5 getwitterten Adventskalender  auch noch einen durch die Klassen 6cd erstellten Adventskalender im Web und die “Hour Of Code“, bei der es darum ging, dass Lernende aller Altersstufen und Schulformen eine Stunde in der Woche ein kleines bisschen Programcode erstellen sollen. Eine tolle Aktion, die ihren Ursprung in den USA fand und die den Schülern viel Motivation und Freude machte.. Viel los also im Dezember und das Schönste natürlich nicht zu vergessen: Weihnachten ;)
  • Fehlt nur noch die Blogstatistik und die ist… beeindruckend: Danke für ihr/euer Interesse an diesem Weblog!
Zugriffe weltweit im Jahr 2013

Zugriffe weltweit im Jahr 2013

Die meisten Zugriffe kamen auch 2013 wieder aus Deutschland (über 35000), weltweit fand unser Blog jedoch Beachtung und insgesamt lagen die Zugriffe in diesem Jahr bei 41000!

Zugriffe pro Jahr seit 2011

Zugriffe pro Jahr seit 2011

2012 war “das goldene Jahr mit über 60000 Zugriffen, aber das Interesse ist ungebrochen.

Zugriffe insgesamt: 153000

Zugriffe 2011-2013, insgesamt: 153000

Horizon(t) und Ziele


Es stellt sich mir die Frage ob Bildung, Schule, Ausbildung lediglich “digitalisiert” wird, oder ob sich Lernen im digitalen Zeitalter wirklich grundlegend verändern wird. Im Moment scheint in dieser Frage noch alles offen zu sein. Einem digitalen Wandel bei Medien und Bildung steht aber dringend auch eine Veränderung des Grundverständnisses von Lernen und Schule zur Seite. Ein einfaches “Übertragen” bekannter Methoden und Lernszenarien nach “Digitalien” bringt da wenig.

Und es ist an der Zeit, denn das Wesen von Schule hat sich seit dem vorletzten Jahrhundert im Kern nicht verändert. Ein ständig angewachsener Kanon von Inhalten wird vorgegeben. Der “Lehrer” lehrt und man nutzt Bücher und Papier. Ziel ist es die “Prüfung” möglichst gut zu meistern, einen guten Abschluss zu machen, der “Lernfortschritt” wird eng kontrolliert. Die Schüler lernen durch Zuhören, Lesen, Wiederholen und Üben. Der vorgegebene Lernstoff wird didaktisch aufbereitet und weitgehend sozial isoliert eingeübt. Transparenz, Teilen, Medienkompetenz und Binnendifferenzierung sind da eher die Ausnahme und in einem solch durchgestylten System von Lehrenden und Lernenden nicht wirklich zu leisten. Alle, vor allem auch die Lernenden müssen lernen, was vernetztes, selbstgesteuertes Lernen bedeutet und welche Verantwortung aber auch Chancen es bietet:

Seit einiger Zeit gerät das tradierte System jedoch ins Wanken, PISA, kompetenzorientierte Lehrpläne und viele “Best-Practice”-Beispiele sind ein Anfang und zeigen, dass “Shift” möglich ist und “Shift happens”.

Das “Social Web” oder “Web2.0″ und die fortschreitende, digitale Vernetzung unserer Lebenswelt beinhaltet enorme Potentiale und Herausforderungen für das “Lifelong-Learning” und  stellt neue Lernräume bereit. Der jährlich erscheinende “Horizon Report” des New Media Consortium (NMC) beispielsweise sagt weitere, rapide Veränderungen und Einfluss moderner Bildungstechnologien auf Lehre, Lernen und Forschung in einem Zeitfenster von 1-5 Jahren voraus. Im ersten Zeitfenster von einem Jahr spricht der Report von einer breiten Akzeptanz/Einsatz mobiler Devices (“Kulturzugangsgeräte”) in Lernszenarien. “In der Lehre haben Tablets an Dynamik gewonnen, weil man Apps und Inhalte direkt auf die Geräte laden kann. So wird das Tablet selbst zur tragbaren, personalisierten Lernumgebung.” Die sogenannten MOOCs (der Begriff wurde erstmals von George Siemens und Stephen Downes 2008 geprägt) sind vor allem in USA zum “Trend” im Bildungsbereich geworden und setzen sich auch in Deutschland langsam durch. Im Jahr 2013 gab es z.B. den #MMC13, einen MoocMakerCourse, also eine Art “Metamooc”, den COER13, einen massiven offenen Onlinekurs zu OER und den Openreli 2013, einen ersten deutschen MOOC zum gemeinsamen, kompetenzorientierten Lernen mit dem Schwerpunkt Schule und Unterricht im Fach Religion, um nur einige exemplarisch zu nennen. Das zweite angegebene Zeitfenster (2-3 Jahre) handelt von der Analyse und Optimierung von Lernprozessen (Learning Analytics) auf der Basis von Big Data und vom sogenannten #GamebasedLearning oder der #gamification. Im letzten Zeitfenster (4-5 Jahre) spricht der Horizon 2013 von einer Revolution im Bereich tragbarer, internetfähiger Technologie (“Wearable Technology” – wie z.B. Brillen, Armbänder, Schmuck, etc.) und dem 3D-printing (Stichwort “MakerBot”) und 3D-Scanning, das angeblich die nächste industrielle Revolution sein könnte: “Everyone is a maker.” Sportlich!

Es wird weiter spannend bleiben und wir freuen uns auf 2014!

Frohe Weihnachten und alles Gute für das Neue Jahr wünscht…

#iPadKAS, André Spang, Köln.

#HourOfCode – Computer Science Education Week

“Don’t just play on your phone: Program it.” – so sagt es Barack Obama im folgenden Video zur  Aktion “Hour of Code” in der “Computer Science Education Week”, die in dieser Woche noch bis morgen vor allem in USA an allen Schulen stattfindet.

http://www.youtube.com/watch?v=FC5FbmsH4fw

Die Idee ist, dass möglichst alle Schüler jeder beliebigen Altersstufe und Schulart mindestens 1 Schulstunde damit verbringen ein paar Codezeilen zu schreiben und so den Grundstein zu einer der “Kernkompetenzen des 21. Jahrhunderts” legen. Man könnte es auch mit dem Erlernen einer neuen Sprache gleichsetzen, die in unserem Zeitalter dazu gekommen ist zunehmend an Bedeutung gewinnt. Der Hintergedanke dabei ist natürlich, PC, Smartphone, Web nicht nur als Konsument zu nutzen, sondern auch die (technische) Funktionsweise zu verstehen und selbst ein wenig mit gestalten zu können. Dabei erfahren die Lernenden auch, dass es keine Hexerei sein muss, ein wenig zu “coden”.

Schade, dass es in Deutschland eine solche Aktion nicht gibt, aber immerhin lesen sich einige Zeilen der neuen Kooperationsvereinbarungen der #GroKo im Hinblick auf Bildungsziele schon ganz spannend.

Digitale Lernmittelfreiheit in Deutschland

“Die digitale Lehrmittelfreiheit muss gemeinsam mit den Ländern gestärkt werden. Grundlage hierfür ist ein bildungs- und forschungsfreundliches Urheberrecht und eine umfassende Open-Access-Politik. Schulbücher und Lehrmaterial auch an Hochschu-len sollen, soweit möglich, frei zugänglich sein, die Verwendung freier Lizenzen und Formate ausgebaut werden.” (Quelle: D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt)

Wlan & Breitband-Ausbau, Informatikunterricht ab der Grundschule

Auch von einer “Breitbandstrategie” und dem Ausbau von freiem W-Lan ist da die Rede und es soll ein “zeitgemäßer Informatikunterricht schon ab der Grundschule” angeboten werden. (Quelle: Magazin Digital Lernen: Deutschlands Zukunft gestalten).

Willkommen im “real-life”

Die Realität an vielen Schulen und in den Bundesländern sieht da jedoch noch ganz anders aus. Wlan und schnelle Netze sind da eher die Ausnahme, Tablet-PC oder überhaupt funktionierende und ausreichende Ausstattung und Nutzung von Hardware ebenfalls. Tools und Soziale Netzwerke des Web2.0 und deren Nutzung im Unterricht (Stichwort Mediennutzungskompetenz) werden in einigen Bundesländern verboten.

Mitmachen: #HourOfCode

Dies alles sollte uns nicht entmutigen, bei der Hour of Code mitzumachen. Angebote und Ideen finden sich auf der Webseite der Code.org.

Auf Twitter habe ich auch eine Reihe von Appempfehlungen für iOS-Devices gefunden (die es aber auch für andere Systeme oder als Webanwendung gibt).

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Sehr empfehlen kann ich die kostenlose App “Hopscotch” mit der sich Spiele-Anwendungen erstellen und spielen lassen.

Hopscotch

Hopscotch

Zwei Schüler einer meiner Lerngruppen haben  die Programmierung einer einfachen “Angry Birds”-Sequenz  auf der CodeOrg-Webseite (hier als Webanwendung) auf dem Laptop ausprobiert und ein “Cerificate” für ihren Erfolg erlangt ;)

Pablo & Niko #iLike

Pablo & Niko #iLike

Dort gibt es aber auch noch viele andere Möglichkeiten, Tutorials und Anregungen. Einfach mal … lernen ;)

Die ebenfalls kostenlose App der Codeacademy geht da schon etwas mehr in die Tiefe und hilft dem absoluten Anfänger spielerisch Grundlagen der Programmierlogik kennen zu lernen.

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Die Schüler der Klasse 6 hatten so viel Spaß beim “coden”, dass sie sogar die gesamte große Pause durchprogrammieren wollten, “damit wir unbedingt Level 20 erreichen”, wie man in diesem Vine sehen kann.

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#getInvolved #SpreadTheWord #lrn21

Nelson Mandela #RIP

Nelson Mandela ist am Donnerstag, 5.12.13 im Alter von 95 Jahren gestorben. Aus diesem Anlass, haben wir uns in der Religionsgruppe, Klasse 9 am darauf folgenden Freitag spontan entschlossen, uns über seinen Lebensweg und sein Wirken zu informieren und eine kleine Wikiseite zu erstellen.
Die entsprechende Struktur der Seite hatte ich kurz vor Beginn der Stunde im KAS-Wiki bereitgestellt.
Die Lernenden besitzen bereits einen Account für das Wiki und sind auch erfahren, Wiki-Seiten zu erstellen.

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Die Seite enthält die wichtigsten Informationen, die wir in der Kürze der Zeit (60 Minuten) redaktionell zusammen tragen und aufbereiten konnten. Dazu haben einige Schüler auch noch ein Quiz erstellt.

Ein Schüler hat spontan sogar eine Portraitzeichnung angefertigt.

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Diese haben wir dann gleich auf wikimedia commons unter freier Lizenz cc-by-sa3.0 bereitgestellt und danach ins Wiki eingebunden. Dazu hat uns die Wikimedia Commons App sehr gute Dienste geleistet: Einfach per iPad ein Foto gemacht, Upload, kurze Beschreibung, Lizenz auswählen, fertig!

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Nächste Woche werden wir die Seite noch etwas vervollständigen und den Code dann auf das SchulWiki Köln umziehen.

#offtopic
Die, durch eine Kollegin freundlicher Weise zur Verfügung gestellte Tageszeitung (Print) wurde von den Lernenden eher nicht für die Recherche und Informationsarbeit genutzt. Dafür diente sie aber als Vorlage für die Bleistiftzeichnung. ;)

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Nelson Mandela, wir sind sehr traurig, dass du gestorben bist, aber wir freuen uns umso mehr, dass du gelebt hast!

Adventskalender – getwittert

Twitter als Kommunikationskanal oder Backchannel im Unterricht hat mir schon oft gute Dienste geleistet. Der Kurznachrichtendienst lässt sich mit unseren iPads einfach einsetzen, die entsprechende App ist auf jedem iPad mit einem Twitteraccount verbunden.

Hashtags (#) und Soziale Netzwerke, Buttons zum Teilen findet man inzwischen auf jeder Webseite, Twitter kommt langsam auch in Deutschland an, auch wenn es im Vergleich zu anderen sozialen Netzwerken (Facebook) oder Messengern (WhatsApp) ein Schattendasein führt und – wie die aktuell erschienene JIM-Studie 2013 zeigt, von Jugendlichen eher selten genutzt wird.

Dennoch finden die Lernenden es spannend, während des Unterrichts kurze Gedanken, Informationen, Links, Argumente per Twitter untereinander und/oder mit der “Außenwelt” auszutauschen und auch Feedback zu erhalten. Über einen hashtag wir das Ganze “Gezwitschere” dann verbunden.

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In Klasse 5 im Fach Religion sind die Kinder schon fleissig am twittern. Wie man die 140 Zeichen mit Hashtags und Links anreichert oder @replies macht und anderen folgt – das ist für die 5er kein Problem. Auch ein retweet oder fav für einen besonders gelungenen tweet – kein Thema. Am meisten Spaß macht es ihnen, wenn die Followerzahl steigt und “ihr” Account ein schönes, wenn möglich selbst kreiertes Profilbild aufweist ;)

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Uns kam die Idee, für die Adventszeit einen “Adventskalender” per Twitter zu “basteln”. Dafür wurde eigens der Account @relikidsmas5ab eingerichtet. Alle Kinder der Religionsgruppe erhielten die Zugangsdaten zu diesem Account, sodass sie ihn auch zu Hause am eigenen Computer über das Internet und einen entsprechenden Browser nutzen können. Dann wurde für jeden Tag im Dezember ein verantwortliches “Twitterteam” festgelegt. Die Kinder twittern dann am jeweiligen Tag Adventsgrüße, Links zu Videos, die in die Vorweihnachtszeit passen, Bilder, kurze Sprüche, etc.  Die jeweiligen Inhalte legen die Kinder selbst fest, informieren sich, recherchieren, stimmen sich ab, verwenden die entsprechenden Tags und sind redaktionell für “ihren Tag und Tweet” verantwortlich.

In den Unterrichtsstunden, die wir gemeinsam in der Schule haben, werden die gesendeten Tweets besprochen und die weiteren Tage in der Großgruppe grob festgelegt, damit es keine inhaltlichen Überschneidungen gibt. Wir wollen dann auch kurze Videos oder Blogbeiträge, die wir in den Tweets verlinken, vorproduzieren (auf den iPads mit iMovie bzw mit WordPress auf unserem Blog) und hochladen.

Wir sind gespannt, wie es klappt und schaut gerne mal vorbei, auf unserem virtuellen “Adventskalender – getwittert!”

 

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Vine und Googleplus-Hangout: Lernvideos und Bildungs-TV machen Schule

Vine?!

Vine” hört sich nun nicht unbedingt nach einer App an, der man einen Nutzen im Schul- oder Unterrichtszusammenhang zusprechen würde.

Screenshot: Vine Website

Screenshot: Vine Website

Um was handelt es sich dabei überhaupt? Vine ist eine Video-App mit der man Kurzvideos von 7 Sekunden Länge erstellen und auf der Plattform Vine und/oder auf Twitter posten kann. Die Videos setzen sich meist aus ganz kurzen Einzelsequenzen zusammen und laufen in einer Endlosschleife ab. Auf Vine gibt es viele, sehr künstlerische, aber auch sehr komische Videos zu sehen. Einige Vines sind schon zu sogenannten “Memes” geworden, haben also eine gewisse Popularität erlangt. Nun produzieren wir schon seit längerer Zeit im Unterricht kurze “Lehrvideos” zu verschiedenen Themen. Die Lernenden nutzen dabei iMovie und visualisieren den Lernstoff  bzw. das jeweilige Projektthema in Form von kurzen (Lehr-)Videos (Stichwort: Lernen durch Lehren/Flipped Classroom). Dabei werden per digital Storytelling sog. Stop-Motion Videos erstellt oder aber auch einfach nur z.B. eine Aufgabe am Flipchart erklärt und dabei aufgezeichnet.

Klavier Tutorial 1

Click aufs Bild und sehe: Vine – Klavier Tutorial 1

Neulich wollte ich in Musik eine kurze Sequenz zum Themenbereich Instrumentenkunde als Videos von den Schülern produzieren lassen. Die Stufe 12 sollte Lehrvideos für die Klasse 5 erstellen, mit denen ich gemäß Lehrplan diesen Themenbereich behandle. Eine Schülerin der 12 schlug vor, die Videos mit Instagram aufzunehmen, da diese Plattform unter den Schülern sich großer Beliebtheit erfreut. Ich fand die Idee sehr gut, allerdings ist die App jedoch nicht auf den iPads der KAS installiert und man benötigt dazu einen entsprechenden Account. Vine hatte ich jedoch bereits im Rahmen der Erstellung von Twitteraccounts für die iPads der KAS installiert. Diese App lässt sich problemlos mit den bereits bestehenden Twitteraccounts nutzen. Die Schüler fanden die Idee gut und setzen in einer ersten Session gleich mehrere Vines um, die wir auf der Wikiseite des Kurses gesammelt haben.

Die wirkliche Schwierigkeit, aber auch der Spaß bestehen darin, die Informationen – hier z.B. über das jeweilige Instrument – in den zur Verfügung stehenden 7 Sekunden unterzubringen, sozusagen eine didaktische App-Reduktion ;)

Googleplus Hangout

Googleplus als Soziales Netzwerk ermöglicht es, seinen Nutzern mit der Funktion “Hangout” eine Videokonferenz mit bis zu zehn Nutzern über das Internet zu veranstalten. In dieser Konferenz können Kamerabild, Ton, Textchat, Präsentationen und YouTube-Videos gleichzeitig übertragen werden. Die Funktion “Hangout On Air” ermöglicht es sogar, die Sendung weltweit live über einen Link zu teilen und auch ohne, dass man Nutzer des Sozialen Netzwerkes ist, anzusehen. Solche Hangout On Air werden nach Beendigung der Videokonferenz automatisch als YouTube-Video gesichert und in einen eigenen YouTube-Kanal abgelegt. Dort stehen sie nach dem Hangout dauerhaft zur Verfügung und können auch weiter verarbeitet werden.

Wenn man so will, kann man mit diesem Tool eine Art “Internetfernsehen” kostenlos selbst produzieren. Alles was man benötigt, ist ein kostenloses Googleaccount, einen Computer mit Internetzugang und integrierter Videokamera und Mikrofon bzw. ein entsprechendes Tablet oder Smartphone mit der Googleplus-App.

Im Grundkurs 11 haben wir uns überlegt eine Reihe solcher “Livesendungen” wöchentlich kollaborativ mit dem Kurs vorzubereiten und immer um 9.30 Uhr Donnerstags für 2-3 Minuten zu einem entsprechenden Thema “auf Sendung” zu gehen. Die ersten Videos sind schon auf unserer Wikiseite gesammelt. Unser “Bildungs-TV” läuft unter dem Projektnamen “Köln – Musik -Menschen – OnAir” und wird konzeptionell und technisch noch optimiert. Die gesamten Sendungen und Drehbücher, Moderation und auch das Trailer-Musik-Jingle sind vom Grundkurs selbst produziert und jeweils live aus dem Klassenraum gesendet.

KAS Musik TV OnAir

KAS Musik TV OnAir